Sandsteinhöhlen der Kartenblätter 7123 Schorndorf und 7124 Schwäbisch Gmünd-Nord

In den Mitteilungen des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher (65:1+2) ist auf den Seiten 6-11 mein Artikel „Untersuchungsergebnisse aus Sandsteinhöhlen der Kartenblätter 7123 Schorndorf und 7124 Schwäbisch Gmünd-Nord, Katastergebiet Keuper-Lias-Land, Baden-Württemberg“ erschienen. Das Heft kann man Online anschauen.

Dreieingangshöhle die Dritte

Am Sonntag Abend gegen 18 Uhr schlurfen Irene und ich bei leichtem Regen zur Dreieingangshöhle, um dort noch eine Kleinigkeit zu vermessen. In dem hinter dem Haupteingang nach links abzweigenden Gang hatten wir im vergangenen Jahr unsere Aufmerksamkeit überwiegend auf die hohe Spalte gerichtet, durch die man sich hauteng in die abschließende Lehmhalle pressen kann. Links neben der Spalte führt ein kurzer, blind endender Schluf weiter, den wir nicht vermessen haben. Diese Lücke zu schließen, ist ein Zweck des abendlichen Stelldicheins.

Kapellensteighöhle und Dornenhöhle

In den „Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland“ Nr. 55 sind unsere Berichte über die Kapellensteighöhle und die Dornenhöhle erschienen:

NUDING, B. & SCHUSTER, R.: Die Kapellensteighöhle (Katasternummer 7226/61) bei Oberkochen (Schwäbische Alb).

MARWAN, P. & SCHUSTER, R.: Die Dornenhöhle (Katasternummer 7723/63) bei Rechtenstein (Schwäbische Alb).

Weitere Artikel in unterschiedlichen Zeitschriften sind auf dem Weg.

Vorstellung der Funde aus der Kleinen Scheuer

2018 wurde zum ersten Mal seit beinahe 100 Jahren wieder in der Höhle „Kleine Scheuer“ auf dem Rosenstein archäologisch geforscht und neue Erkenntnisse gewonnen. Die Stadt Heubach und die Universität Tübingen werden nun die Funde der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Ausstellungseröffnung findet am 21.03.2019 ab 19 Uhr in der Aula des Rosenstein-Gymnasiums in Heubach statt. Die Exponate werden in einer kleinen Ausstellung gezeigt und in Fachvorträgen von Prof. Dr. Harald Floss und Stefan Wettengl erläutert. Danach kann die Ausstellung noch bis zum 07.04.2019 im Foyer des Heubacher Schlosses besucht werden.

Hades als Bildhauer

Auf dem Weg nach Hause von der Katastersitzung in Laichingen, an der Bernd und ich teilgenommen haben, entschließe ich mich spontan, durch das Roggental zum Mordloch zu fahren. Durch das in der Nacht eingesetzte Tauwetter hoffe ich, dass der Höhlenbach aktiv geworden ist und mit Getöse aus dem Eingang heraus fließt. Dem ist aber nicht so. Dafür hat sich Hades als Bildhauer betätigt und den Eingang zu seiner Heimat mit Skulpturen von allerlei Schraten dekoriert:

Frohes Fest und ein gutes neues Jahr!

Die Arbeitsgemeinschaft Höhlen Ostwürttemberg wünscht allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Möge es für alle an der Höhlenkunde Interessierten reich an neuen Entdeckungen, aufregenden Erlebnissen und arm an Zwischenfällen sein.

Die Dachshöhle (Katasternummer 7124/25), eine Höhle im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd

Zusammenfassung

Im Frühjahr 2014 wurde die im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd gelegene Dachshöhle untersucht. Die zehn Meter lange Höhle befindet sich geologisch im Stubensandstein. Aufgrund ihrer Lage ist sie ungewöhnlich. Die Entstehung der Höhle konnte nicht vollständig geklärt werden.

In Memoriam Herbert Daniel Gebauer

Mit großer Bestürzung habe ich heute vom Tode meines langjährigen Höhlenfreundes Herbert Daniel Gebauer erfahren.

An meine erste Begegnung mit Daniel erinnere ich mich noch genau: Das war am 26.12.1985. Ich war damals ein 15-jähriger Teenager, der erst ein paar Monate vorher zum Hobby „Höhlenforschung“ gefunden hatte. Zwei Tage zuvor hatte ich „meine erste Höhle“ entdeckt und weil in unserer Gruppe damals niemand vermessen konnte, baten wir Daniel und seine Freunde von der Höhlenarbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd um Unterstützung bei der Dokumentation. Somit fand das erste Treffen mit Daniel stilecht in einer Höhle statt.

Auf dem Burgstall

Peter war mal wieder mit seinen Söhnen auf Wanderung, von der er mit dem Hinweis auf eine potenzielle Höhlenentdeckung im Steinheimer Becken zurückkehrte. Nach einigem Hin- und Her bei der Terminabstimmung für die Weiterforschung, treffen sich heute Bernd, Peter, Okvin und ich am südlichen Ortsausgang von Sontheim im Stubental.

Dort stolpern wir zuerst überraschend direkt neben dem „Burgstallweg“ über einen verschlossen Keller, über dessen Tür die Jahreszahl 1812 eingraviert ist. Wie wir inzwischen herausgefunden haben, wurde der Keller vor ein paar Jahren saniert und als Fledermausquartier eingerichtet. Es gibt darüber einen Pressebericht und sogar ein Youtube-Video. Sehr interessant!

Dreieingangshöhle 2.5

Anfang August hatten wir die Neuvermessung der Dreieingangshöhle begonnen und im ersten Schritt den Messzug durch alle Räume gelegt. Bereits am vergangenen Wochenende waren wir mit einer größeren Gruppe wieder hier, um die Gangbegrenzungen und den Höhleninhalt zu kartieren. Jedoch, diese Tour wuchs sich zu einem mittelgroßen Desaster aus, über das ich den Mantel des gnädigen Schweigens breiten möchte. Kurzfristig organisiert stehen Irene und ich heute Abend wieder auf dem Rosenstein und steueren hoch motiviert den Eingang der Dreieingangshöhle an. Zunächst muss die Gegenhöhle dran glauben. Nachdem wir in die Höhlenkleidung geschlüpft sind, quetschen wir uns in die enge Höhle hinein.