Dreieingangshöhle die Dritte

Am Sonntag Abend gegen 18 Uhr schlurfen Irene und ich bei leichtem Regen zur Dreieingangshöhle, um dort noch eine Kleinigkeit zu vermessen. In dem hinter dem Haupteingang nach links abzweigenden Gang hatten wir im vergangenen Jahr unsere Aufmerksamkeit überwiegend auf die hohe Spalte gerichtet, durch die man sich hauteng in die abschließende Lehmhalle pressen kann. Links neben der Spalte führt ein kurzer, blind endender Schluf weiter, den wir nicht vermessen haben. Diese Lücke zu schließen, ist ein Zweck des abendlichen Stelldicheins.

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Kapellensteighöhle und Dornenhöhle

In den „Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland“ Nr. 55 sind unsere Berichte über die Kapellensteighöhle und die Dornenhöhle erschienen:

NUDING, B. & SCHUSTER, R.: Die Kapellensteighöhle (Katasternummer 7226/61) bei Oberkochen (Schwäbische Alb).

MARWAN, P. & SCHUSTER, R.: Die Dornenhöhle (Katasternummer 7723/63) bei Rechtenstein (Schwäbische Alb).

Weitere Artikel in unterschiedlichen Zeitschriften sind auf dem Weg.

Vorstellung der Funde aus der Kleinen Scheuer

2018 wurde zum ersten Mal seit beinahe 100 Jahren wieder in der Höhle „Kleine Scheuer“ auf dem Rosenstein archäologisch geforscht und neue Erkenntnisse gewonnen. Die Stadt Heubach und die Universität Tübingen werden nun die Funde der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Ausstellungseröffnung findet am 21.03.2019 ab 19 Uhr in der Aula des Rosenstein-Gymnasiums in Heubach statt. Die Exponate werden in einer kleinen Ausstellung gezeigt und in Fachvorträgen von Prof. Dr. Harald Floss und Stefan Wettengl erläutert. Danach kann die Ausstellung noch bis zum 07.04.2019 im Foyer des Heubacher Schlosses besucht werden.

Hades als Bildhauer

Auf dem Weg nach Hause von der Katastersitzung in Laichingen, an der Bernd und ich teilgenommen haben, entschließe ich mich spontan, durch das Roggental zum Mordloch zu fahren. Durch das in der Nacht eingesetzte Tauwetter hoffe ich, dass der Höhlenbach aktiv geworden ist und mit Getöse aus dem Eingang heraus fließt. Dem ist aber nicht so. Dafür hat sich Hades als Bildhauer betätigt und den Eingang zu seiner Heimat mit Skulpturen von allerlei Schraten dekoriert:

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Auf dem Burgstall

Peter war mal wieder mit seinen Söhnen auf Wanderung, von der er mit dem Hinweis auf eine potenzielle Höhlenentdeckung im Steinheimer Becken zurückkehrte. Nach einigem Hin- und Her bei der Terminabstimmung für die Weiterforschung, treffen sich heute Bernd, Peter, Okvin und ich am südlichen Ortsausgang von Sontheim im Stubental.

Dort stolpern wir zuerst überraschend direkt neben dem „Burgstallweg“ über einen verschlossen Keller, über dessen Tür die Jahreszahl 1812 eingraviert ist. Wie wir inzwischen herausgefunden haben, wurde der Keller vor ein paar Jahren saniert und als Fledermausquartier eingerichtet. Es gibt darüber einen Pressebericht und sogar ein Youtube-Video. Sehr interessant!

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Dreieingangshöhle 2.5

Anfang August hatten wir die Neuvermessung der Dreieingangshöhle begonnen und im ersten Schritt den Messzug durch alle Räume gelegt. Bereits am vergangenen Wochenende waren wir mit einer größeren Gruppe wieder hier, um die Gangbegrenzungen und den Höhleninhalt zu kartieren. Jedoch, diese Tour wuchs sich zu einem mittelgroßen Desaster aus, über das ich den Mantel des gnädigen Schweigens breiten möchte. Kurzfristig organisiert stehen Irene und ich heute Abend wieder auf dem Rosenstein und steueren hoch motiviert den Eingang der Dreieingangshöhle an. Zunächst muss die Gegenhöhle dran glauben. Nachdem wir in die Höhlenkleidung geschlüpft sind, quetschen wir uns in die enge Höhle hinein.

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Wohltuende Kälte: Dreieingangshöhle

Bei der glühenden Hitze, die das Land seit Wochen gängelt, kann man nichts besseres tun, als sich in die wohlige Kälte einer Karsthöhle zurückzuziehen. Wenn man dieser Flucht zudem einen wissenschaftlichen Aspekt hinzufügen kann, um so besser! Irene, Rudi und ich treffen kurz nach 18 Uhr auf dem Rosenstein zusammen und legen schwitzend und dampfend den kurzen Weg zur Dreieingangshöhle zurück. Und was ist der seriöse Hintergrund? – Anno 1987 habe ich mit den damaligen Kameraden die Dreieingangshöhle vermessen und den Plan gezeichnet. Später kamen mir aber mehr und mehr Zweifel, ob der Richtungswechsel am Übergang zwischen der eigentlichen Dreieingangshöhle und der Gegenhöhle tatsächlich so existiert oder ob er auf einen Messfehler zurückzuführen ist. Der heutige Abend dient folglich dem ersten Schritt der lange geplanten Neuvermessung.

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Unterwegs im Donautal

Vor ein paar Wochen war Peter bei mir und berichtete von einer kleinen Höhle, die er zusammen mit seinen Buben im Donautal gefunden hatte. Der Eingang soll hinter dichtem Dornengestrüpp verborgen liegen. Ich warf sofort einen Blick in „Spelix“ und stellte erfreut fest, dass an der von Peter angegebenen Position im Höhlenkataster kein Eintrag existiert. Eine Nachfrage beim Katasterführer ergab ebenfalls keinen Hinweis darauf, dass die Höhle eventuell schon einmal von Höfos bearbeitet worden ist. Damit war klar, dass wir uns einmal an der schönen blauen Donau umsehen würden!

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Tiere suchen im Bröller

Heute bin ich mit Hannes verabredet, seines Zeichens Sammler, Kartierer und Katalogisierer aller Arten von Krabbeltieren, die man in Höhlen antreffen kann. Nur wenn man weiß, was in einer bestimmten Höhle kreucht und fleucht, kann man den Hohlraum angemessen schützen. Gegen 11 Uhr treffen wir uns auf dem Parkplatz in der Nähe „unseres“ Bröllers. Nach einer kurzen Begrüßung laden wir das Ausrüstungsmaterial auf und stapfen hinunter in die Klinge mit dem Höhleneingang.

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