Höhlentouren

Irrlichter im Wald

Um eine Zeit, zu der rechtschaffene Bürger im Feinripp-Unterhemd vor dem Fernseher ihr verdientes drittes Feierabendbier aus der Dose genießen, spielen sich in den tiefen Wäldern … unheimliche Szenen ab. Bläuliche Lichter tanzen zwischen den nachtschwarzen Bäumen. Raunende Schatten huschen durchs Unterholz. Die Tierwelt hält gespannt den Atem an. Zwei charmante Hexen und ein Wurzelsepp bahnen sich den Weg zackig bergan. …

Schlupf am Scheuelberg

Bei prächtigstem Herbstwetter stiegen Irene und ich am Vormittag den Scheuelberg hinauf, um einer der wenigen noch nicht vermessenen Höhlen auf die Pelle zu rücken. Ziel war die Schlupfhöhle unter der Jakobshöhle.

Bei der Einfahrt stellte ich fest, dass der gerade mal 20 cm hohe Eingang zweifellos in den letzten 20 Jahren kleiner geworden sein musste. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass mein Hintern beim Robben an der Decke streifte.  Zum Glück wird es innen gleich etwas höher, so dass man den Kopf so weit vom Boden abheben kann, dass man nicht mehr den staubtrockenen Humus einatmen musste. Ja, es war sogar möglich, das liebevoll „S’Kischdle“ genannte Transportbehältnis für die Fotoausrüstung zu öffnen und die Umgebung abzulichten. …

Wer hat es an der Teufelsklinge krachen lassen?

Am Wochenende wurde ich von befreundeten Höfos auf merkwürdige Löcher im Bachbett vor dem Teufelsklingenbröller aufmerksam gemacht. Die Löcher sind kreisrund, haben ca. 3 cm Durchmesser und eine unterschiedliche Tiefe. In einigen pappen die Reste einer Masse, die als Sprengzement gedeutet wird. Die Anordnung der eindeutig künstlichen Löcher lässt darauf schließen, dass irgend jemand versucht hat, das Bachbett durch Sprengungen tiefer zu legen und den Wasserspiegel im 1. Siphon abzusenken. Bei den Forschungsaktionen in den 80er und 90er Jahren waren uns die Löcher nicht aufgefallen. Sie müssen in den letzten 10 Jahren angebracht worden sein.

Die anwesenden Kameraden nahmen diesen Fund mit Missfallen zur Kenntnis. Jedem, der meint, in dem Naturdenkmal Teufelsklinge massive Eingriffe vornehmen zu müssen, sei empfohlen, sich besser nicht erwischen zu lassen. Von Seiten der organisierten Höhlenforscher wird das nicht akzeptiert!

Bohrlöcher im Felsboden unter der Trauflinie des Teufelsklingenbröllers

 

Fotosession in der Höhle “Haus”

Mittagessen auf dem Waldfest bei der Albvereinshütte auf dem Rosenstein und als die akustische Umweltbelastung durch das Gedudel der Musiker überhand nahm, flüchtete ich in den Untergrund. Genau gesagt, steuerte ich die Höhle „Haus“ an. Nach dem vorsichtigen Aufstieg über den vom Regen aufgeweichten und sehr rutschigen Pfad zum Eingang, baute ich in der Höhle das Fotostativ auf und machte mich ans Werk. …

Unterholz-Befahrung im Remstal

Am späteren Samstag Nachmittag machte ich mich auf den Weg zur Tischhöhle bei Lorch. Entdeckt hatte ich das Loch schon im vorletzten Winter und es auch kurze Zeit später zusammen mit Peter vermessen. Beim Reinzeichnen des Plans fiel mit aber auf, dass einige Daten möglicherweise nicht ausreichten. Diesen Mangel beabsichtigte ich bei der jetzigen Aktion abzustellen. …

Lehmwühlen!

Kurz nach acht Uhr morgens machte sich das SEK (Speläologisches Einsatzkommando) von der Ostalb, bestehend aus Irene und mir, auf den Weg auf die Blaubeurener Alb. Das Ziel war, zusammen mit den Freunden von der Arge Grabenstetten eine (legale und behördlich genehmigte!) Grabung in der …höhle in Angriff zu nehmen. Gegen halb zehn kamen wir am Wanderparkplatz oberhalb von … an und stapften fertig eingerödelt zur Höhle. Die Mitstreiter Martina, Felix, Christian und Reinhard trafen wenige Minuten später ein. …

Kneippkur in der Brunnenhöhle

Gegen halb zehn trafen Irene und ich in Oberkochen auf dem Parkplatz bei dem Sendemast ein. Heute endlich, nach vielem Hin und Her aus erfolglosen Suchtouren, hohen Wasserständen in der Höhle und anderen Widrigkeiten, sollte die Brunnenhöhle dran glauben! Immerhin die zweitlängste Höhle des Ostalbkreises und früher sogar einmal die längste. …

Dort, wo der Teufel brüllt

An diesem Wochenende fand eine vereinsübergreifende Aktion im Teufelsklingenbröller bei Heubach statt. Ich war nur Zaungast bei der Unternehmung, weshalb ich aus Rücksicht auf die aktiven Kameraden und deren Arbeit an dieser Stelle nur ganz wenig schreiben werde. Obwohl das Wetter am Sonntag Nachmittag umschlug und das Vorstoßteam den geordneten Rückzug antrat (Sicherheit geht immer vor!), war die Aktion von Erfolg gekrönt. Dem Vernehmen nach wurde eine erkleckliche Zahl an Neuland-Metern erforscht. Aber Ehre wem Ehre gebührt: Die genauen Einzelheiten werden die aktiven Teilnehmer sicher in Kürze publizieren. Es bleibt also spannend…

Lichtspiele am Scheuelberg

Am Sonntag stapfte ich, in der ungewohnten Wärme, hoch auf den Scheuelberg, wo ich die Fastnachtshöhle besuchte. Das Sonnenlicht flutete hell zum Eingang herein, so dass man nach ein paar Minuten Wartezeit, fast das ganze Loch ohne Lampe befahren konnte.

Die Lichtverhältnisse boten an, Fotos vom Inneren der Höhle Richtung Eingang aufzunehmen. Der immens hohe Kontrast zwischen den im prallen Sonnenlicht liegenden Bereichen und den Zonen in der Dunkelheit von Mutter Erde sollte mit DRI bzw. HDRI bewältigt werden. Ich machte also mehrere Belichtungsreihen mit jeweils bis zu elf Fotos. Die Verschlusszeiten-Spanne betrug 2 s bis 1/500 s. …