Allgemein

Falkenbergschacht

Das wars für 2020

Gestern ging formal die Höhlensaison 2020 zu Ende und bis zum kommenden Frühjahr bleibt die Höhlenwelt den Fledermäusen und anderen überwinternden Tieren überlassen. Während Höhlentouren pausieren müssen, werden Aktionen an der Erdoberfläche, wie etwa die Suche nach neuen Höhlen oder die Bestimmung von Eingangskoordinaten, natürlich weiterhin stattfinden. In der gegenwärtigen Situation ist es sowieso gesünder, sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten.

Die Coronakrise wirft immer noch ihren langen Schatten bis tief in die unterirdischen Regionen. Aus diesem Grund fanden in diesem Jahr nur wenige Touren statt und diese in kleinen Teams mit meistens nur zwei Teilnehmern. Unsere wichtigste Höhle musste trotz der im vergangenen Jahr erbrachten Vorarbeiten leider liegen bleiben, denn in diesem Objekt kann man nur in einer größeren Gruppenstärke auf engem Raum arbeiten und das ist uns zu riskant gewesen.

Trotzdem ist uns auf dem Falkenberg bei Bartholomä die Erstbefahrung einer kleinen Schachthöhle gelungen. Die Forschungen liefen zu einem gewissen Grad sogar gruppenübergreifend ab, denn auf einer Tour begleitete uns eine Kameradin von der Arge Rosenstein. Die Fotos und Videos aus der Höhle sind inzwischen ausgewertet, der Plan ist gezeichnet und der größte Teil eines Berichts ist geschrieben. Nur beim Thema „Höhlenentstehung“ bin ich nicht sicher, wie die Entwicklung des Schachts höchstwahrscheinlich abgelaufen ist. Das erfordert noch eine weitere meditative Versenkung in die Literatur aber dafür habe ich jetzt mehrere Monate Zeit…

Gut Lachen im Dreck

Das Kind hat einen Namen

Unsere kleine Höhlenforschergruppe entstand 2003, als sich einige Leute  von einem seit langem bestehenden Höhlenverein verabschiedet und verselbständigt haben, weil sie mit den Bedingungen dort unzufrieden waren. In den folgenden Jahren stießen weitere talentierte Mitstreiterinnen und -Streiter zu uns. In all der langen Zeit  seit damals hatte unsere Gruppe keine Satzung, keinen Vorsitzenden und nicht einmal einen Namen. Der letzte Punkt erwies sich jedoch zunehmend als Problem, denn wie soll ein namenloses Forscherkonglomerat von anderen Höhlenforschern angesprochen werden? Beim Aufruf zur Gruppenvorstellung beim letzten Speläo-Südwest wurden wir beinahe mit einer anderen Vereinigung verwechselt. Auch für die Reorganisation des Katasterwesens auf der Schwäbischen Alb brauchten wir endlich einen Namen.

Also haben wir unsere grauen Zellen ein wenig in Rotation versetzt, Vorschläge gesammelt, debattiert und schließlich abgestimmt. Stolz können wir an dieser prominenten Stelle verkünden, dass das „Kind“ künftig auf den Namen

Arbeitsgemeinschaft Höhlen Ostwürttemberg 

hören wird!

Begründung:

  • Der Name kollidiert nicht mit den Namen bestehender Gruppen.
  • „Arbeitsgemeinschaft“ signalisiert, dass wir eine lose Gruppe und kein e.V. sind.
  • „Höhlen“ – na was denn sonst?
  • „Ostwürttemberg“: Da wohnen die meisten von uns und forschen auch dort. Unsere aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind die Karsthöhlen auf den Kartenblättern 7225 Heubach und 7226 Oberkochen sowie Höhlen, Stollen und Keller im Keupersandstein des östlichen Albvorlandes.

Ein Spötter meinte außerdem, dass man die Abkürzung „AGHO“ auch als „Alte Gebrechliche Hilfsbedürftige Opis“ interpretieren könne (hust, röchel).

Glück tief!

Roger

Im Schatten der Kapelle

Nachdem Frank vor ein paar Tagen beim Joggen in einer Baustelle Nähe Oberkochen ein natürliches, vom Bagger geöffnetes, Loch entdeckte, war die Höfo-Neugier geweckt. Eine Ersterkundung war vielversprechend und erfolgte auch zeitnah.
Die Befundung war vielversprechend und er rief uns zur Erforschung.
Es trafen sich Frank, Rudi und ich (Bernd) zur Sichtung, Dokumentation und Vermessung der Höhle.
An der Höhle angekommen fiel die Euphorie erst einmal ins Bodenlose. Wenn man für den Duden unter dem Stichwort „Labil“ ein Beispiel bräuchte, wäre der Eingang zu dieser Höhle ein geeigneter Kandidat dafür.

Weihnachtswünsche

Unser kleines Höhlenforscher-Team wünscht allen Lesern des Höhlenblogs und unseren Freunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! Wir hoffen, ihr habt alle viel neue Ausrüstung geschenkt bekommen, damit ihr in der nächsten Saison wieder kraftvoll losschlufen könnt.

Kellervermessung

Da gibt es so ein Kellerchen, das wir besichtigen und vermessen durften. Da in der Zeit zwischen 1. Oktober und 1. Mai zum Schutz der Fledermause Höhlen nicht begangen werden dürfen, waren wir sehr erfreut, als an uns die Bitte herangetragen wurde einen Keller zu vermessen.
Daraus machten wir zwei Aktionen. Die erste diente der Besichtigung und der Fotodokumentation und die zweite diente der Vermessung. Hierbei kamen zwei Methoden zum Einsatz.

Wärmebilder sind cool

Heute bin ich losgezogen, um Erfahrungen mit einer Fluke TiR1 Wärmebildkamera zu sammeln und ich denke das Resultat kann sich sehen lassen. Für dieses zog es mich an eine uns schon bekannte Stelle, von der wir vermuten, dass diese mit einer Höhle in direktem Zusammanhang steht. Und siehe da…