Hades als Bildhauer

Auf dem Weg nach Hause von der Katastersitzung in Laichingen, an der Bernd und ich teilgenommen haben, entschließe ich mich spontan, durch das Roggental zum Mordloch zu fahren. Durch das in der Nacht eingesetzte Tauwetter hoffe ich, dass der Höhlenbach aktiv geworden ist und mit Getöse aus dem Eingang heraus fließt. Dem ist aber nicht so. Dafür hat sich Hades als Bildhauer betätigt und den Eingang zu seiner Heimat mit Skulpturen von allerlei Schraten dekoriert:

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Frohes Fest und ein gutes neues Jahr!

Die Arbeitsgemeinschaft Höhlen Ostwürttemberg wünscht allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. Möge es für alle an der Höhlenkunde Interessierten reich an neuen Entdeckungen, aufregenden Erlebnissen und arm an Zwischenfällen sein.

Die Dachshöhle (Katasternummer 7124/25), eine Höhle im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd

Zusammenfassung

Im Frühjahr 2014 wurde die im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd gelegene Dachshöhle untersucht. Die zehn Meter lange Höhle befindet sich geologisch im Stubensandstein. Aufgrund ihrer Lage ist sie ungewöhnlich. Die Entstehung der Höhle konnte nicht vollständig geklärt werden.

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In Memoriam Herbert Daniel Gebauer

Mit großer Bestürzung habe ich heute vom Tode meines langjährigen Höhlenfreundes Herbert Daniel Gebauer erfahren.

An meine erste Begegnung mit Daniel erinnere ich mich noch genau: Das war am 26.12.1985. Ich war damals ein 15-jähriger Teenager, der erst ein paar Monate vorher zum Hobby „Höhlenforschung“ gefunden hatte. Zwei Tage zuvor hatte ich „meine erste Höhle“ entdeckt und weil in unserer Gruppe damals niemand vermessen konnte, baten wir Daniel und seine Freunde von der Höhlenarbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd um Unterstützung bei der Dokumentation. Somit fand das erste Treffen mit Daniel stilecht in einer Höhle statt.

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Auf dem Burgstall

Peter war mal wieder mit seinen Söhnen auf Wanderung, von der er mit dem Hinweis auf eine potenzielle Höhlenentdeckung im Steinheimer Becken zurückkehrte. Nach einigem Hin- und Her bei der Terminabstimmung für die Weiterforschung, treffen sich heute Bernd, Peter, Okvin und ich am südlichen Ortsausgang von Sontheim im Stubental.

Dort stolpern wir zuerst überraschend direkt neben dem „Burgstallweg“ über einen verschlossen Keller, über dessen Tür die Jahreszahl 1812 eingraviert ist. Wie wir inzwischen herausgefunden haben, wurde der Keller vor ein paar Jahren saniert und als Fledermausquartier eingerichtet. Es gibt darüber einen Pressebericht und sogar ein Youtube-Video. Sehr interessant!

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Bauernhölzle und Adlerkeller veröffentlicht

Ich bin stolz darauf, dass vor kurzem unsere Forschungsergebnisse aus zwei künstlichen Hohlräumen in gedruckter Form veröffentlicht wurden. Zum einen

„Der Bunker im Bauernhölzle 1 (Katasternummer 7124/11K) in Schwäbisch Gmünd.“

und zum anderen

„Der Adlerkeller (Katasternummer 7224/17K) in Eislingen“, erschienen in den „Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland“, Heft 54, auf den Seiten 24-29 respektive 30-35.

Weitere Manuskripte wurden schon eingereicht und noch mehr Material ist „in der Pipeline“.

Dreieingangshöhle 2.5

Anfang August hatten wir die Neuvermessung der Dreieingangshöhle begonnen und im ersten Schritt den Messzug durch alle Räume gelegt. Bereits am vergangenen Wochenende waren wir mit einer größeren Gruppe wieder hier, um die Gangbegrenzungen und den Höhleninhalt zu kartieren. Jedoch, diese Tour wuchs sich zu einem mittelgroßen Desaster aus, über das ich den Mantel des gnädigen Schweigens breiten möchte. Kurzfristig organisiert stehen Irene und ich heute Abend wieder auf dem Rosenstein und steueren hoch motiviert den Eingang der Dreieingangshöhle an. Zunächst muss die Gegenhöhle dran glauben. Nachdem wir in die Höhlenkleidung geschlüpft sind, quetschen wir uns in die enge Höhle hinein.

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Wohltuende Kälte: Dreieingangshöhle

Bei der glühenden Hitze, die das Land seit Wochen gängelt, kann man nichts besseres tun, als sich in die wohlige Kälte einer Karsthöhle zurückzuziehen. Wenn man dieser Flucht zudem einen wissenschaftlichen Aspekt hinzufügen kann, um so besser! Irene, Rudi und ich treffen kurz nach 18 Uhr auf dem Rosenstein zusammen und legen schwitzend und dampfend den kurzen Weg zur Dreieingangshöhle zurück. Und was ist der seriöse Hintergrund? – Anno 1987 habe ich mit den damaligen Kameraden die Dreieingangshöhle vermessen und den Plan gezeichnet. Später kamen mir aber mehr und mehr Zweifel, ob der Richtungswechsel am Übergang zwischen der eigentlichen Dreieingangshöhle und der Gegenhöhle tatsächlich so existiert oder ob er auf einen Messfehler zurückzuführen ist. Der heutige Abend dient folglich dem ersten Schritt der lange geplanten Neuvermessung.

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Wasserfall im Dschungel

Wasserfall Air Terjun Burung Walet

Heute nehme ich euch mit zu einer Location, bei der es sich nicht um eine Höhle im eigentlichen Sinne handelt. Sie liegt aber unter der Erde, ist durch Wasser entstanden und es ist dort auch ziemlich dunkel. Mitten in der Nacht (d. h. um acht Uhr) fahren die beste Ehefrau und ich in das Dorf Tetebatu auf der Insel Lombok. Das Dorf hat seinen Platz an der Südflanke des mächtigen Gunung Rinjani, mit rund 3700 m Höhe der zweithöchste Vulkan von Indonesien. Wir werden dort schon von Edi erwartet, unserem kompetenten Tourguide. Glaubt es mir, ohne erfahrenen Führer findet man sich in dem Gewirr von Reisfeldern, Plantagen und Schluchten nicht zurecht! Zumal der Weg teilweise über Privatgrund führt, was man sich als Fremder ohne ortsansässigen Begleiter besser nicht erlauben sollte. Die Wege sind auch nicht bezeichnet, sondern es geht oft an den Rändern von Reisfeldern oder an Bewässerungsgräben entlang.

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Batu Bolong: Loch mit Meerblick

In der bereits am Vormittag glühenden Hitze spaziere ich mit meiner Gattin zum Pura Batu Bolong, dem „Tempel mit dem Lochfelsen“ (indonesisch: batu = Felsen / Stein, bolong = Loch). Dieser bali-hinduistische Tempel liegt an der Westküste der indonesischen Insel Lombok, an der Straße von der Hauptstadt Mataram nach Senggigi. Vor einer Million Jahren ergoss sich hier basaltisch-andesitische Lava (Kalibabak-Formation) ins Meer und formte eine kleine Landzunge. Die Brandung hat im Laufe der Zeit in das pechschwarze Gestein einige kleine Höhlen genagt und noch später errichteten Hindus von Bali einen Tempelkomplex an diesem Ort.

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