Charetalp
Mystisch: Charetalp unter lichtem Morgengewölk.

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei gerauscht! Obwohl wir dieses Jahr nicht ganz so viele Beiträge im Blog veröffentlicht haben, ist auch 2019 hinter den Kulissen einiges passiert, so dass sich die Forscherinnen und Forscher der Arbeitsgemeinschaft Höhlen Ostwürttemberg das Jahresabschlussfest redlich verdient haben.

Gegen 19 Uhr kommt fast die gesamte Gruppe im Palazzo Rodolfo e Maria in Weiler in de Buggel zusammen. Heute Abend werden wir durch unseren Special Guest Michael, Kamerad zahlreicher früherer Touren, verstärkt. Nach dem Begrüßungsumtrunk fährt Maria ein reichhaltiges und leckeres Abendessen auf, das satte Bäuche und zufriedene Gesichter hinterlässt. Rudi heizt den Beamer auf und als erster darf Peter seinen USB-Stick in den Rechner stöpseln. Peter lädt uns zu einer visuellen Reise in einige Höhlen im Nördlinger Ries, in Südtirol und in der Slowakei ein. Nichts großes, aber dennoch sehenswert.

Schnittlauchschacht
Abstieg in den Schnittlauchschacht auf der Charetalp Anno 1994.

Danach bin ich an der Reihe und betätige mich als Foto-Archäologe. Ich habe nämlich einen Satz digitalisierte Fotos aus den Jahren 1994 und 1995 von den Expeditionen auf die Charetalp in der Schweiz dabei. Viele Anekdoten lassen fröhliche Lacher aufkommen. Michael klinkt sich nahtlos ein mit seinen Bildern vom selben Gebiet und wir schwelgen in Erinnerungen an die gute, alte Zeit, wo wir mehr Haare und weniger Masse hatten.

Drillingsschacht
Abseilen in den Drillingsschacht auf der Charetalp.

Rudi bringt wieder Ernst in die Bude und zeigt beeindruckende LIDAR-Bilder von der Ostalb und besonders von der Gegend um Weiler. Man sieht auf den Bildern praktisch jede Doline, jeden vorgeschichtlichen Wall und Mauerreste von längst abgegangenen Gebäuden. Da wird man noch einige Zeit investieren können, um auf den Bildern Erdfälle zu lokalisieren, unter denen sich vielleicht eine Höhle verbirgt. Wer weiß.

Aufstieg
Markus pumpt sich im Jahr 1995 durchnässt aus dem Drillingsschacht nach oben.

Obwohl alle noch pappsatt sind, muss auch der von meiner Gattin liebevoll gebackene Kuchen bezwungen werden, eine Aufgabe, die mit Bravour gemeistert wird. Bei gut gelaunten Gesprächen verfliegt die Zeit ums numgugga und schon ist es ein Uhr morgens. Die gemütlichen Betten rufen und so nehmen wir Abschied und steuern die Heimathäfen an. Ein sehr schöner Abend!

Mahlzeit
Wer forscht, darf auch schlemmen, vor allem wenn das Essen ähnlich widerborstig wie die Frisur des Kochs ist.
Jahresabschluss 2019

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