Die Zeit fliegt vorbei und schon wieder ist ein Höhlenjahr zu Ende! 2015 war höhlenmäßig ziemlich ereignisarm, was uns aber nicht davon abhielt, ein gemeinsames Feschd zum Jahresabschluss zu feiern.

Wie vereinbart, trafen Bernd, Irene, Markus, Okvin und ich Punkt 18:01 Uhr in Weiler mit Maria und Rudi zusammen. Zunächst wurden die reichhaltigen Speisen rücksichtslos vernichtet, bevor Rudi Leinwand, Laptop und Beamer warmlaufen ließ.

Alter vor Schönheit, also durfte Rudi mit seinen Bildern beginnen. Mit seinen Bildern von einem Loch bei Essingen belegte er eindrucksvoll, dass es keinen Hohlraum gibt, in den Irene nicht wenigstens ein Stück weit rein passt. Ohne sie würden wir alten Säcke bloß mit der Sondierkamera in die Karstlöcher einfahren!

Richtig spannend waren Rudis Untersuchungen in der Umgebung von Weiler, für die er auch auf LIDAR-Bilder zurückgreifen konnte. Mit dieser Technik kann man die Erdoberfläche praktisch ohne Vegetation und Bodenkrume sehen, wodurch feinste Strukturen sichtbar werden. So tauchten in den eindrucksvollen Bildern längst verloren gegangene Steinbrüche, alte Terrassenfelder vom Weinbau und geologische Strukturen auf. Die Forschungen laufen noch, weshalb ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte.

In seiner letzten Bilderreihe stellte Rudi ein weiteres Projekt vor, bei dem es um handfeste Karstforschung geht. Seit einiger Zeit untersucht er die Eigenschaften des Karstwassers in Quellen und Quellfassungen im Raum Weiler / Degenfeld. Durch Vitamin B konnte er auch Aufzeichnungen der Wasserwerke in die Hand bekommen, die viele Jahre in die Vergangenheit zurück reichen.

Danach durfte ich mir den Beamer unter den Nagel reißen und zeigte zuerst meine Bilder vom Bunker im Bauernhölzchen. Dieser rund 200 Meter lange Stollenkomplex aus dem 2. Weltkrieg stellte zweifellos das Highlight unserer Forscheraktivitäten 2015 dar.

Danach nahm ich meine Kameradinnen und Kameraden mit auf eine virtuelle Reise zu den Vulkanen und Geysiren in Indonesien. Ich zeigte einige Bilder und Videos von den heißen Quellen bei Pelabuhan Ratu und den Vulkanen und Kraterseen bei Bandung und Yogyakarta auf der Insel Java.

Weil so viel Schwätza einen großen Durschd macht, wurde danach erst mal gemeinschaftlich getrunken und noch ein Dessert verdrückt.

Auf ein erfolgreiches 2016!

Die Zeit fliegt vorbei