Der Himmel blau, die Sonne scheint und das ungehörige Gebrüll der Vögel erfüllt die Luft (draußen im Wald hat es mehr Tweets als auf Twitter): Ganz klar, dass man vor diesen Bedingungen Schutz suchen muss in einer dunklen, schweigenden Höhle.

Am Vormittag wandern Okvin und ich fröhlich auf den Scheuelberg, erfreuen uns an den wie Millionen von weißen Sternen den Waldboden überziehenden Windröschen, bis es an den Abstieg durch die „Schlucht“ zum Eingang des „Engen Lochs“ geht. Verwundert stellen wir fest, dass das Gitter am Eingang des Engen Lochs schon weg ist. Ich hoffe, es wurde nicht aufgebrochen, sondern absichtlich entfernt. Allerdings interessiert uns diese Höhle nicht, sondern die ein paar Meter weiter hinten liegende Jakobshöhle.

Ein schneller Rundgang zeigt, dass in Bruder Jakobs Wohnhöhle alles in Ordnung ist. Ich packe dann meine Kamera (Olympus E-M5) mit Fisheye-Objektiv (Samyang 1 : 3.5 / 7.5 mm) und das Stativ aus. Es entstehen diverse Belichtungsreihen mit zum Teil bis zu 11 Einzelaufnahmen, die später per EDV zusammengefügt werden (Photomatix bzw. HDR Efex Pro). Fotos aus dem Innern einer dunklen Höhle heraus ins Tageslicht stellen aufgrund des hohen Kontrastes und harten Gegenlichts natürlich schon erhebliche Ansprüche an die Fototechnik. Trotzdem bin ich wieder angenehm davon angetan, wie gut das kleine, preiswerte Samyang das alles wegsteckt. Es treten praktisch keine Blendenspiegelungen oder internes Streulicht auf. Die Aufnahmen sind scharf und klar.

Die beiden Eingänge der Jakobshöhle von innen.
Die beiden Eingänge der Jakobshöhle von innen.
Eingang und Gang in der Jakobshöhle.
Eingang und Gang in der Jakobshöhle.
Die beiden Eingänge der Jakobshöhle von innen.
Die beiden Eingänge der Jakobshöhle von innen.

Nach dem Fotoshooting steigen wir wieder auf den Berg auf und setzen unsere Wanderung fort.

Bruder Jakob