Die ist wohl die Fortsetzung des Beitrags „Thermographische Oberflächenbegehung“ vom 03.01.2013.

Wieder hatte ich die Wärmebildkamera dabei und wieder zeigte sich das gleiche Bild. Trotz dem nur geringen Temperaturunterschied zwischen Höhleninnern und der Aussentemperatur von ca. 2 Grad zeigte sich das gleiche Bild. Aus der Höhle ausströmende Warmluft wärmt das umliegende Gestein, das mit der Fluke TiR1 Wärmebildkamera deutlich zu sehen war.

Heute hatte ich jedoch etwas anderes vor. Ich wollte entgültig feststellen, ob dieses Loch mit geschätzten 15 cm Durchmesser in die uns schon bekannte Höhle führt oder sogar in einen neuen Höhlenteil.

Für diese und auch für viele weitere Aktionen, habe ich diesen Winter an einer Kamera gebastelt, die zusammen mit einer Taschenlampe auf einem Schlitten montiert ist. Dies hört sich im ersten Moment eigentlich völlig easy an, hat es jedoch ganz schön in sich. Immer wieder stand ich vor neuen Problemen, die vorher festgelegten Bedingungen einzuhalten. Bedingungen wie Größe der Kamera, Qualität der Bilder, geeignete Lichtquelle, transportabel und leicht, und so weiter und so fort. Heraus kam eigentlich ein Kompromiss. (Da könnte man Geld ohne Ende spendieren und hätte dann immer noch keine eierlegende Wollmilchsau). Der Aufbau besteht aus einer hochwertigen Überwachungskamera mit Zoomobjektiv. Die Auflösung beträgt 768×494 Pixel und die minimale Lichtempfindlichkeit 0,05 Lux. Diese ist zusammen mit einer Huckepack aufgesetzten Taschenlampe mit einer 3W Cree-LED auf einem Holzschlitten montiert. Dies Ganze ist mit einer ca. 5 Meter langen flexiblen Teleskopstange verbunden. Mit dieser flexiblen Stange lässt sich der Schlitten auch um leichte Kurven manövrieren. Das Videosignal kann dann mit einem Laptop angezeigt und aufgezeichnet werden. So bald die Kamera etwas mehr ausgereift ist und mehr Erfahrung eingeflossen ist, werde ich hierfür einen eigenen Blockeintrag machen.

Der erste Versuch der Sondierung, war ernüchternd, die Kamera passte nicht durch. Die aufgesetzte Taschenlampe blieb immer wieder an der Decke hängen. Zwar konnte ich noch einen grösseren Stein herausholen und kam dann weiter nach hinten. Aber nach geschätzten 3,5 Metern war Schluss. Es liegen einfach zu viele Steine drin, um daran vorbeizukommen. Was sich aber deutlich herausstellte: Der Gang ist bestimmt nochmals einen halben Meter länger und geht am Ende mit einem starken Knick weiter. Da werde ich noch weitere Steine entfernen müssen um hier weiter vorzudringen. Zudem muss die Kamera kleiner werden und noch einige Kinderkrankheiten loswerden.

Fazit: Wieder einen kleinen Fortschritt erzielt und es gibt noch viel zu tun die Prototypmängel zu beseitigen. Seit der Aktion habe ich viele neue Ideen die Sondierkamera zu verbessern, aber ebenso viele weitere Ideen für eine Optimierung fehlen noch.

 

Kamerasondierung