Mittagessen auf dem Waldfest bei der Albvereinshütte auf dem Rosenstein und als die akustische Umweltbelastung durch das Gedudel der Musiker überhand nahm, flüchtete ich in den Untergrund. Genau gesagt, steuerte ich die Höhle „Haus“ an. Nach dem vorsichtigen Aufstieg über den vom Regen aufgeweichten und sehr rutschigen Pfad zum Eingang, baute ich in der Höhle das Fotostativ auf und machte mich ans Werk.

Ich machte zahlreiche Langzeitbelichtungen mit dem natürlichen Tageslicht, das durch den Eingang einfiel. Die Ergebnisse gerieten gut, obwohl der Weißabgleich ziemlich knifflig war wegen des durch das Laub der Bäume gefilterten bzw. von den moosgrünen Wänden reflektierten und deshalb stark grünlichen Lichts.

Außerdem nahm ich mehrere Belichtungsreihen vom Blick durch den Eingang ins Freie auf. Diese sollen später zu DRI– bzw. HDRI–Bildern vereinigt werden. Um den hohen Dynamikumfang zwischen dem dunklen Erdinneren und der taghellen Außenwelt zu bewältigen, waren Belichtungszeiten zwischen 8 Sekunden und 1/500 Sekunde notwendig bei Blende 8 und ISO 100/21. Leider wurden die am längsten belichteten Teilbilder durch Streulicht bzw. Reflexionen im Objektiv mehr oder weniger verdorben. Eine große Schwäche des Olympus ZD 14-45! Einen Teil der Fotos konnte ich gleich wieder löschen. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob sich mit dem Rest etwas anfangen lässt.

Fotosession in der Höhle “Haus”