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Die Ganganlage der Höhle

Die Höhle, die im Dachsteinkalk verläuft, ist in zwei deutlich unterscheidbaren Niveaus angelegt.

Von der großen Eingangshalle (960 m ü. NN) führt ein niedriger Durchschlupf zu einer engen Klamm, die leicht abfallend nach wenigen Metern in eine etwa 2 m tiefe Wandstufe übergeht und dort in die Eiskapelle einmündet. Nach dem anschließenden Richters Rutsch, der eine ca. 5 m tiefe Steilstufe darstellt, auf deren Sohle ein kleines Rinnsal fließt, weitet sich der Raum, wird aber zunehmend niedriger. Der anschließende Gangabschnitt ist etwa 10 m breit, 40 m lang und teilweise nur 1 m hoch, der sogenannte Gaudischluf. Am Ende dieser Strecke, die fast mit Flußgeröllen aufgefüllt ist, weitet sich der Raum zum Grand Salon. Hier ist der tiefste Punkt der Höhle erreicht (-90 m). Der mächtige, etwa 5 m hohe Hauptgang leitet leicht ansteigend zu einer 3 m hohen Wandstufe, die den Einstieg in den Satteldom darstellt. In dieser ungefähr 70 m langen und 30 m hohen Halle befindet sich der Trichter, in den 20 m tief zum Schwarzsee abgeklettert werden kann. Nach dem Satteldom besteht in der Verzweigungshalle die Möglichkeit, entweder über die Pyramidenhalle in das untere Stockwerk der Höhle zu gelangen, oder den Riesenkamin und die oberen Teile zu erklettern.

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Abbildung: Grundriß der Salzgrabenhöhle

Von der Pyramidenhalle führt ein fast senkrechter Abbruch zur Nabelkluft. In etwa 30 m Tiefe fließt der Höhlenbach vom Wasserfall kommend dem Schwarzsee im Trichter zu. An dieser Stelle öffnet sich auch der Mühlengang, der nach ca. 250 m in einer Spalte endet. Da Luftzug vorhanden ist, muss er aber eine Verbindung ins Freie besitzen.

Oberhalb der Nabelkluft führt ein Gang weiter zur Wasserfallkluft und zum Wasserfall. Dieser stürzt etwa 30 m tief vor einem Gangfenster in einen Schacht hinab. Oberhalb des Wasserfalles erreicht man den Grünsee, von dem das Wasser in Richtung Wasserfall abläuft.

Von der Pyramidenhalle aus gelangt man von der anderen Seite der Nabelkluft in einen mehrere hundert Meter langen Gang, der schließlich verstürzt endet, den Antreibergang.

Von der Verzweigungshalle aus, betritt man den steil ansteigenden, teils von Sand, teils von kleinen Felsbrocken übersäten Weg zum Riesenkamin. Diese riesige Schlucht zieht etwa 200 m steil nach oben. An einigen Stellen ist sie mehr als fünf oder sechs Meter breit, zum First hin verbreitet sie sich V-förmig. Dabei ist der Riesenkamin 10-20 m hoch. Am oberen Ende des Riesenkamins befindet sich ein 70 m-Schacht, der hinter dem Rohrnudelsiphon in den Hauptgang mündet. Doch vorher, bei etwa 120 m, verlässt man den Kamin mittels einer eingebauten Eisenleiter, um dann steil bergab durch einen ,,Druckstollen`` (ehemals phreatischer Gang mit Röhrenprofil) den Rohrnudelsiphon zu erreichen. Diesen überwindend, gelangt man nach etwa hundert Metern zur Biwakschachtel. Von dieser aus führt nun der Hauptgang in eine kleine Halle, an deren Raumbegrenzung sich der Zustieg zum Notausgang befindet, der das obere mit dem unteren Stockwerk verbindet. Rechtwinklig nach links klettert man über sehr große Versturzblöcke bis zum Kanonenrohr. Vom Kanonenrohr gelangt man in die Mitternachtshalle. Diese wohl größte Halle (100 x 40 x 80 m) der Höhle durchquert man ständig über sehr große Versturzblöcke kletternd.

An ihrem hinteren Ende ziehen teilweise senkrechte Kamine nach oben, die in schwieriger Kletterei erschlossen werden mussten. Diese Kamine leiten zum höchsten Punkt der Höhle hin (+324 m). Hinter der Mitternachtshalle schließt sich der Sandkasten an, wo sich die Höhle verzweigt. Über die Märchenwiese führt der breite und niedere Hauptgang hinab zum Kristallsee. Gleich am Anfang des Sandkasten, zweigt ein niederer Gang nach links ab, der nach 100 m Abstieg zum Achental führt. Dort fließt ein kleiner Bach, der von einem Siphon gespeist wird und nach ca. 70 m in einen anderen Siphon wieder verschwindet. Bei Schneeschmelze wird der Gang vom Hochwasser fast ausgefüllt.

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Abbildung: Aufriß der Salzgrabenhöhle


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