Bericht Dachshöhle erscheint im Sommer

Vergangenes Wochenende habe ich endlich das Manuskript über die Dachshöhle fertig gestellt und zur Veröffentlichung in den „Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland“ eingereicht. Wie ich heute erfahren habe, wurde der Artikel angenommen und voraussichtlich wird er im Sommer in Heft Nr. 53 erscheinen.

Artikel über die Tischhöhle

Vor einigen Wochen erschien mein Bericht über die Tischhöhle bei Lorch in den „Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland“ in gedruckter Form. Um den Leserkreis noch etwas zu vergrößern, habe ich den Artikel in leicht abgewandelter Form zusätzlich online gestellt: Die Tischhöhle bei Lorch. Ich hoffe, er ist den Freunden der Sandsteinhöhlen hilfreich!

Die Wasserhöhle in der Wüste

In den letzten Tagen habe ich ein bemerkenswertes Buch in die Finger bekommen, dessen Lektüre die täglichen Bahnfahrten zwischen Zuhause und Arbeitsplatz wie im Fluge vergehen ließen.

Es heißt „Der Wasserkartograf“, auf Deutsch erschienen im Verlag Frederking & Thaler im Jahre 2004. Verfasst hat es der Amerikaner Craig Childs. „Die Wasserhöhle in der Wüste“ weiterlesen

Eine faszinierende Welt unter der Erde

Um mich herum ist es dunkler als in der schwärzesten Nacht, nur der Lichtstrahl meiner Helmlampe geistert über zerfurchte und feucht schimmernde Felswände. Unter mir verliert sich mein Licht in der gähnenden, finsteren Leere; über mir sehe ich einen kleinen Lichtflecken, der rasch kleiner und kleiner wird. Wie weit geht es noch hinab? Jeder Ruck des Seiles belastet die Nerven bis zum Zerspringen. Von der Decke abfallende Wassertropfen glitzern durch meine Lampe kurz auf wie Edelsteine und werden dann von dem düsteren Abgrund verschluckt. Endlich tauchen die schemenhaften Konturen des Felsbodens unter mir aus der Dunkelheit auf. Geschafft, ich bin unten!

So schildert sich der Abstieg in einen mehr als 40 m tiefen Höhlenschacht der Schwäbischen Alb, in den ich mich mit zwei Freunden abgeseilt habe, um dort Untersuchungen anzustellen. Wir entnehmen unseren Spezialrucksäcken, den sog. „Schleifsäcken“, Thermometer und Hygrometer, um die Temperatur und die Feuchtigkeit der Höhlenluft zu messen. Die Geräte zeigen 8,2 Grad und 89 % Luftfeuchte an, typische Werte für Albhöhlen.

Warum machen wir diese Messungen, welcher Sinn verbirgt sich dahinter?

Wir wollen herausfinden, ob schädliche, mit ungeklärten Abwässern an der Erdoberfläche versickernde Bakterien in Höhlen lebensfähig sind und zu einer Verseuchung des Grundwassers führen können. Da neben dem Nahrungsangebot die Wärme und die Feuchtigkeit Parameter für die Lebenstätigkeit von Mikroorganismen darstellen, müssen wir diese Werte kennen.

Durch unsere Untersuchungen stellt sich heraus, dass Bakterien in Höhlen lange nicht absterben und daher das Grundwasser verunreinigen können. Wenn in einem Karstgebiet eine Quelle zur Trinkwasserversorgung erschlossen werden soll, dann versuchen Höhlenforscher, ob sie den unterirdischen Bachlauf verfolgen können, um zu klären, ob es im Berg ausreichende Wasservorräte gibt und ob sie verschmutzungsgefährdet sind. Gerade im Bereich der Karsthydrologie ist die Höhlenkunde auch für die Allgemeinheit von wertvoller Bedeutung. Deshalb ist die Suche nach reinem Wasser, unser aller Lebenselement, sowie die Reinhaltung desselben eine wichtige Aufgabe der Höhlenforscher heute und in der Zukunft.

Häufig wird zur Erkundung unterirdischer Wasserläufe, die dem Menschen unzugänglich sind, die Technik der Tracermarkierung verwendet. Man gibt an der Stelle, an der das Wasser im Boden verschwindet, einen Stoff ein, der im Wasser leicht nachweisbar ist. Früher war dies Salz, das am Geschmack identifiziert wurde, heute benutzt man den intensiv gelbgrün schillernden Farbstoff Fluorescein. Dieser kann noch in einer Verdünnung von 1: 10 Millionen erkannt werden!

Aber nicht nur wegen der Trinkwasserversorgung ist es sinnvoll, die Lage und den Verlauf von Höhlen zu kennen. Auch bei Großbauten ist dieses Wissen von Nutzen. Als der Nil am Assuan-Stausee aufgestaut werden sollte, wurde bemerkt, dass ein erheblicher Teil des Wassers durch unbekannte Höhlen zum Roten Meer abfloss! Dies hatte zur Folge, dass das Nilwasser nur begrenzt genutzt werden konnte. In vielen Höhlengegenden, auch in Deutschland, werden beim Häuser- und Straßenbau oftmals Höhlen angeschnitten. Hier muss entschieden werden, ob das Gestein dadurch noch tragfähig genug ist, um überbaut werden zu können. Allerdings ist es nicht selten eine Fehlentscheidung, wenn man sich zur oft überflüssigen und kostenspieligen Zerstörung einer Höhle durch Verfüllung mit Beton entschließt.

Wir haben unsere Messungen beendet und bereiten uns auf den Rückweg vor. Als ich beim Packen der Schleifsäcke am Boden sitze, bemerke ich ein Tier auf den Felsen, das rasch zwischen den Steinen verschwinden will. Wir reagieren schnell, schon bald ist es gefangen. Es handelt sich um einen Laufkäfer, der vermutlich durch den Eingang herabgefallen ist. Nach einem kurzen Blitzlichtgewitter wird er wieder in seine dunkle Freiheit entlassen.

Keineswegs sind die dunklen Tiefen völlig lebensfeindlich. Die finsteren Regionen unseres Planeten bedeuten für die meisten Lebewesen den sicheren Tod, für andere aber, die sich im Laufe von Jahrhunderttausenden an die extremen Bedingungen angepasst haben, sind sie ein Paradies. Die Höhlenverhältnisse – Kälte, Dunkelheit und karges Nahrungsangebot – die für die allermeisten Organismen lebensbedrohend sind, sind für jene Lebenskünstler unter der Erde von Vorteil. Die Temperatur ist zwar niedrig, aber konstant. Weder extreme Hitze oder Kälte belasten den Organismus der Höhlentiere. Die Dunkelheit schützt einerseits vor vielen Fressfeinden und andererseits vor der gefährlichen ultravioletten Strahlung der Sonne, welche die Bewohner der Erdoberfläche mittels Fell, Federn oder Hautpigmenten abwehren müssen. Pigmente werden für Höhlenbewohner entbehrlich, weshalb echte Höhlentiere meist blass und fahl sind. Auch die Flügel verkümmern, da ohne Licht ein gezieltes Fliegen unmöglich ist.

Wie ist das dann mit den Fledermäusen, die eben doch bei Nacht fliegen?

Schon der im 18. Jahrhundert lebende italienische Biologe Spallanzani befasste sich mit Fledermäusen und schrieb deren Orientierungsvermögen einem unbekannten „7. Sinn“ zu. 1938 wurde das Rätsel gelöst: Die Fledermäuse benutzen eine Art Radarortung. Sie stoßen Schreie von dermaßen hoher Frequenz aus, dass sie für den Menschen unhörbar sind. Diese werden von Hindernissen reflektiert. Aus Art und Richtung des Echos können die wendigen Flieger auf die Entfernung des Hindernisses schließen und so auch bei Nacht sicher fliegen. Leider spuken auch heute noch absurde Vorstellungen durch die Köpfe der Menschen: Die Tiere seien ekelhaft und würden besonders Frauen nachts heimtückisch anfallen. Jeder, der einmal eine Fledermaus auf einem Foto gesehen hat, wird das erste Urteil widerrufen müssen, denn diese – mit den Spitzmäusen entfernt verwandten – Säuger zeichnen sich durch geradezu possierliche Gesichter aus. Die Gefährlichkeit der zu den Chiropteren (Armflügler) zählenden Tiere ist nicht nur übertrieben dargestellt, sie sind im Gegenteil völlig harmlos. Die vermeintlichen „Fledermausangriffe“ zeigen nur die Schwächen der Radarortung auf: Fülliges Frauenhaar schluckt den Ultraschallimpuls, so dass die Fledermaus den plötzlich in ihrem Weg auftauchenden „Fremdkörper“ wegen des fehlenden Echos „übersieht“. Übrigens müssten die Fledertiere eigentlich die Freunde aller Landwirte sein, da sie Unmengen von Schadinsekten vertilgen: Jedes Individuum verzehrt pro Nacht eine Insektenzahl, deren Masse dem eigenen Körpergewicht entspricht!

Das bekannteste Höhlentier ist der Grottenolm, ein blass-fleischfarbener, augenloser und kiementragender Molch, der nur in einigen bestimmten Höhlen Sloweniens und Bosniens vorkommt. In Deutschland gibt es nur wenige echte Höhlentiere, die – im Gegensatz etwa zu dem erwähnten Laufkäfer – voll an das Höhlenleben angepasst sind. Dazu zählen die bis zu zwei Zentimeter langen Brunnenkrebse und die gerade millimeterlangen Springschwänze.

Die Höhlentiere sind auf die Nahrung angewiesen, die vom Wasser eingespült oder vom Luftzug eingeweht wird. Diese Nahrung ist sehr knapp, doch wurde festgestellt, dass Grottenolme ein Jahr oder länger ohne zu fressen überleben können! So können sie die Pausen zwischen den frühjährlichen Hochwässern, bei denen viele organische Substanzen eingespült werden, überdauern.

Bisher war nur von Tieren die Rede. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn grüne, Photosynthese betreibende Pflanzen können in Höhlen nicht existieren. Sie besiedeln allenfalls die Dämmerungszone in Eingangsnähe in Form von Moos- und Algenüberzügen auf den Felsen. Die einzigen Höhlenpflanzen sind Pilze, die sich von totem organischen Material ernähren und dazu des Lichtes nicht bedürfen.

Daran muss ich denken, während meine Freunde nacheinander am Seil aufsteigen. Durch die Warterei ist mir kühl geworden, ich fröstle in meinen vom Tropfwasser durchfeuchteten Kleidern und sehe, wie das Flämmchen meiner Karbidlampe immer kleiner wird. Offenbar sind wir heute nicht mehr so gut an die Höhlen angepasst wie unser Vorfahr, der „Höhlenmensch“. Doch war dies jemals der Fall?

Der Mensch der Steinzeit, der keine geeigneten Hilfsmittel besaß, konnte kaum tiefer in den Berg eindringen. Was sollte er auch dort, wo es feucht, dunkel und schmutzig ist? Die Menschen bewohnten nur die Eingangsregion der Höhlen oder Felsnischen, die noch vom Tageslicht erhellt wurden. Diese boten in der Kindheit der Menschheitsgeschichte Schutz vor wilden Tieren, Kälte, Regen und Wind. Dort hausten die Menschen solange, wie in den umgebenden Wäldern oder Steppen noch genügend Wild zu finden war. Zogen die Tierherden weiter, mussten sie ihr zuhause verlassen und den Tieren auf ihrer Wanderung folgen.

Die von den Steinzeitmenschen hinterlassenen Relikte sind Jahrmillionen alt. Einige der ältesten Überreste, die vom Vormenschen Australopithecus hinterlassen wurden, fand man in südostafrikanischen Höhlen.

Da die Hohlräume gut vor Verwitterung schützen, haben sich die Überreste der Urmenschen sowie ihrer Werkzeuge und Beutetiere gut erhalten. Höhlen wurden so zu den Schatzkammern der Urgeschichtsforschung.

Während sich die Besiedlung der Höhleneingänge von der frühsten Menschheitsgeschichte vor zwei Millionen Jahren bis zum Ende der Mittleren Steinzeit, ca. 6000 v. Chr., nahezu kontinuierlich belegen lässt, bewohnte der Mensch das Höhleninnere nie. Und doch hinterließ er dort die wohl beeindruckendsten Zeugnisse seiner Kultur, die Höhlenmalereien. Bemalte Höhlen finden sich vor allem in Südfrankreich und Nordspanien. Die Malereien, die durch einen außerordentlichen Naturalismus gekennzeichnet sind, stammen hauptsächlich aus der jüngeren Altsteinzeit. Man ist der Meinung, dass die Höhlenmalereien eine kultische Funktion hatten. Es sollten die dargestellten Tiere durch einen Zauber gebannt und dadurch das Jagdglück erzwungen werden. Offenbar glaubte sich der Mensch in den Höhlen jenen Geistern und Dämonen näher, die er mit seinen Kulthandlungen beschwor. Allerdings lässt es sich schwer abstreiten, dass der Steinzeitmensch wahrscheinlich auch einem kreativen Drang folgte, als er seine unterirdischen Werke schuf. War die Höhle für ihn eine Basilika oder eine Kunstgalerie? Vermutlich von beidem etwas. Bezeichnenderweise endete die Höhlennutzung mit dem Beginn der Jungsteinzeit, als der Mensch durch die Erfindung von Ackerbau und Viehzucht sesshaft wurde. Jetzt konnte er es sich leisten, wohnliche Häuser zu bauen, da er nicht mehr dem Zyklus der Tierwanderungen unterworfen dazu gezwungen war, sein Heim alle paar Wochen aufzugeben.

Der Steinzeitmensch drang nie tiefer in Höhlen ein. Die „Befahrung“, wie das Begehen von Höhlen im Jargon heißt, ist ein Produkt unseres wissenschaftlichen Zeitalters. Die älteste bekannte Höhlenfahrt aus reiner Neugier führte der Assyrerkönig Salmanassar III. im Jahre 852 v. Chr. durch, der Höhlen im Quellgebiet des Tigris besuchte. Die älteste Beschreibung einer deutschen Höhle stammt von dem Dominikanerprior Felix Fabri, der von 1470 bis 1502 in Ulm lebte. Ein erstaunlich realistischer Bericht über eine Höhle der Fränkischen Alb ist aus dem Jahre 1535 erhalten. Um 1680 führte Freih. v. Valvasor in Jugoslawien regelrechte Expeditionen durch.

Trotz allem waren dies im wesentlichen Einzeltaten. Einen gewissen Aufschwung erhielt die Höhlenkunde in den Jahrzehnten nach der Aufklärung, als sich die Menschen einerseits wieder auf die Natur besannen und andererseits der Entwicklung der Naturwissenschaften ein enormer Vorschub geleistet wurde. Gelehrte und Künstler, Reisende und Dichter befassten sich mit Höhlen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts beschrieb Rosenmüller ein bisher unbekanntes Urzeitwesen, den Höhlenbären, dessen Überreste man in fränkischen Höhlen gefunden hatte. 1812 formulierte Georges Cuvier eine Theorie über das Tropfsteinwachstum, die später durch den Chemiker Justus v. Liebig verbessert wurde. 1829 besuchte der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy die Fingalshöhle auf der Hebrideninsel Staffa. Die Impressionen dieser Höhlenfahrt fanden ihren künstlerischen Niederschlag in der Overtüre „Die Hebriden“.

Ab 1880 machten einige Höhlenpioniere wie E.-A. Martel in Frankreich, F. Kraus in Österreich und K. Gussmann in Deutschland die Höhlenkunde populär. Vor über 100 Jahren, 1889, rief Gussmann mit dem „Schwäbischen Höhlenverein“ die erste höhlenkundliche Organisation Deutschlands ins Leben.

„Seil frei!“ Der Ruf hallt von den Felswänden wider. Endlich sind meine Freunde oben. Ich trete zum freihängenden Seil, klinke meine Steigklemmen ein und steige dann zügig und gleichmäßig nach oben, dem Licht entgegen. So leicht hatte man es vor 100 Jahren nicht! Ich stelle mir vor, wie damals die Höhlenfahrt abgelaufen wäre, die wir heute vollzogen haben. Fast zehn Mann hätte man gebraucht, um die sperrigen Strickleitern zu tragen, die aus Hanfseilen und Rundhölzern gefertigt waren. Da Hanfseile leicht abgenutzt werden und in der Nässe schnell faulen, war die Festigkeit der Leitern unberechenbar, weshalb jeder Kletterer, nachdem die Leitern endlich verknotet und in den Schacht abgelassen waren, zusätzlich über ein Seil gesichert wurde. Die Sicherungsleine musste vom Eingang aus von etwa zwei Leuten bedient werden, während der Rest der Mannschaft den Abstieg wagte. Kerzen spendeten Licht und mit Papier ausgestopfte Filzhüte schützten vor Steinschlag. Insgesamt waren die frühen Forscher sicher stundenlang unterwegs. Wie sind wir dagegen vorgegangen? Ein kurzer Fußmarsch brachte uns vom Parkplatz zur Höhle, wo sofort das etwa 10 mm starke Polyamidseil, das mit bis zu zweieinhalb Tonnen belastet werden kann, in die Tiefe abgelassen wurde. In die Höhlenoveralls gehüllt, die man kurz als „Schlaz“ bezeichnet, seilten wir uns nacheinander mit der Petzl-Bremse in den Schacht ab, wobei jeder Forscher unabhängig von seinen Kollegen operiert, da diese Einseiltechnik das Sicherungspersonal entbehrlich macht. Durch diese moderne Ausrüstung sind Expeditionen möglich, von denen man vor wenigen Jahren nur träumen konnte!

Beim Klettern bemerke ich eine Spalte, die das ganze Gestein zerrissen zu haben scheint. Es ist eine Störungszone, auf der sich die Höhle entwickelt hat.

Höhlen sind in vielen Gesteinen verbreitet, wirklich große Exemplare findet man aber nur in Gips, Kalk und Dolomit. Diese Gesteine besitzen eine besondere Eigenschaft: sie sind wasserlöslich und somit verkarstungsfähig. „Karst“, das ist der Name einer Landschaft im Grenzgebiet zwischen Slowenien und Italien, in der es viele Höhlen gibt. Von dort haben alle Gegenden der Welt, in denen vergleichbare Phänomene existieren, den Namen „Karstgebiete“ erhalten.

Mit wasserlöslichem Gestein ist natürlich nicht gemeint, dass sich ein Felsbrocken in Wasser löst wie ein Stück Würfelzucker, aber besonders Gips wird im Laufe von Jahrtausenden tatsächlich vom Regen gelöst und ausgelaugt. Bei Kalk und Dolomit müsste man eher von Korrosion sprechen, denn diese Gesteine sind in reinem Wasser fast unlöslich. Nun ist Regenwasser aber nicht rein, sondern es enthält eine schwache Säure, die Kohlensäure, welche aber mit dem „sauren Regen“ nichts zu tun hat. Sie entsteht dadurch, wenn Kohlendioxid aus der Luft mit Wasser reagiert. Obwohl die Säure sehr schwach ist – Mineralwasser, an dessen Bekömmlichkeit niemand etwas zu bemängeln hat, enthält mehr – ist sie in der Lage, in langen Zeiträumen mit Kalk und Dolomit zu reagieren. In Regenwasser lösen sich pro Liter etwa 13-14 mg Kalk. Wenn das Wasser aber durch den Humusboden sickert, der viel Kohlendioxid enthält, wird es mit Kohlensäure angereichert und vermag dann eine bis zu 100-fache Menge Kalk zu lösen.

Abermilliarden winziger Lebewesen mussten sterben, damit sich am Grunde der Urozeane mächtige Kalkschlammschichten ablagern konnten, die aus den Schalen und Gehäusen der Organismen bestanden. Die Schichten verfestigten sich durch den Druck der überlagernden Massen und wurden durch die Driftbewegungen der Kontinente angehoben und zu Gebirgen gefaltet. Durch die ungeheuren Kräfte bekam das Gestein unzählige Risse und Klüfte. Durch diese dringt das Wasser ins Gebirge ein und höhlt es von innen her aus.

Das Wasser sucht sich seinen Weg im Berg von der Erdoberfläche aus nach unten, wo es über der Talsohle wieder ans Tageslicht tritt.

In den völlig wassererfüllten Gängen, die auch als „phreatisch“ bezeichnet werden, wirkt die Gesteinsauflösung nach allen Seiten. Im Idealfall bilden sich röhrenförmige Gänge aus. Wenn der im Tal fließende Bach, der Vorfluter, die Talsohle immer tiefer eingräbt, muss sich dies auf den Wasserstand in der Höhle auswirken, der ständig absinkt. Der Höhlenbach schneidet sich immer mehr in den Höhlenboden ein und dadurch entstehen schließlich „vadose“ Schluchten und Canyons.

So entwickelten sich in langen Zeiträumen große Systeme. In der Tat sind die Dimensionen einiger großer Höhlen schlichtweg unvorstellbar. Die längste Höhle der Erde, die Mammoth Cave, USA, bildet ein gewaltiges System von 560 km Länge! Die tiefste Höhle, die Voronya-Höhle im Kaukasus, reicht 1710 m in die Tiefe. Auf der Insel Borneo existiert eine freitragende unterirdische Halle von mehr als 1000 m Länge! Die deutschen Höhlen bleiben hinter diesen Maßen weit zurück. Die längste Höhle Deutschlands, die Salzgrabenhöhle in Bayern, ist etwas über 9 km lang und die tiefste Höhle, der Geburtstagschacht, reicht 598 m in den Untergrund hinab.

Auch was den Tropfsteinschmuck anbetrifft, geben sich unsere Höhlen etwas bescheidener als jene anderer Länder. Wie entstehen die Tropfsteine mit ihren unzähligen Formen?

Die Tropfsteinbildung ist die Umkehrung der Höhlenentstehung. Auf seinem Weg durch die Klüfte hat sich das Wasser mit Kalk angereichert. Tritt es in einen Hohlraum ein, gibt es Kohlendioxid an die Umgebungsluft ab, was zur Folge hat, dass der gelöste Kalk als Tropfstein, oder allgemeiner, als „Sinter“ auskristallisiert. Die Art und Weise, wie der Wassertropfen in der Höhle abrinnt, entscheidet über die entstehende Tropfsteinform. Hängt der Tropfen, bevor er abfällt, längere Zeit an der Decke, scheidet sich der Kalk an der Oberfläche des Tropfens ab. Die Projektion eines Tropfens in die Ebene ist ein Kreis, weshalb sich der Kalk ringförmig an der Decke absetzt. Der nächste Tropfen tritt durch diesen Ring hindurch, lagert weiteren Kalk ab, so dass Ring auf Ring wächst. Ein Deckentropfstein, Stalaktit genannt, bildet sich. Die am Boden aufschlagenden Tropfen lagern eine Kalkkruste auf der anderen ab- ein Bodentropfstein, Stalagmit, wächst dem Stalaktiten entgegen und vereinigt sich manchmal mit ihm zu einer Säule.

Rinnen die Tropfen an der Wand ab, bildet sich eine Kalkspur. Durch fortschreitende Kalkablagerung bilden sich Sinterfahnen, die gelegentlich durchscheinend sind wie chinesisches Porzellan.

Eine seltene Tropfsteinart sind die „Excentriques“, die nicht einfach nach unten, sondern auch seitwärts oder nach oben wachsen und so Gebilde ausformen, die nicht der Gravitation zu gehorchen scheinen. Manchmal sehen diese extravaganten Gebilde aus wie versteinerte Wurzeln, häufig jedoch wie Korkenzieher. Ihre Entstehung ist noch nicht ganz gesichert, aber man vermutet, dass Verunreinigungen im Wasser die Kristallisation beeinflussen. Es lagert sich Schmutz in die wachsenden, mikroskopisch kleinen Kristalle ein, die dadurch verzerrt werden. Die Form der Kristalle bestimmt die Richtung des weiteren Wachstums.

Wir haben den Eingang erreicht und treten ins Freie, die Sonne blendet uns nach dem stundenlangen Aufenthalt in der dunklen Tiefe. Uns wurde wieder bewusst, dass Höhlen sehr empfindliche ökologische Systeme bilden und mitsamt ihrem Inhalt, den Tieren und den hunderttausende Jahre alten Tropfsteinen, dringend der Erhaltung und des Schutzes bedürfen.

Viele Höhlen wurden vom Tourismus zerstört und die Reaktion der staatlichen Naturschutzbehörden war stellenweise drastisch: In mehreren Gebieten der Schwäbischen Alb etwa dürfen Höhlen grundsätzlich nicht mehr betreten werden! Das wird leider eine Hemmung der seriösen Forschung bewirken. Der wirkliche Naturfreund betritt eine Höhle nie mit einer qualmenden Fackel, die alles verrußt, sondern mit einer Taschen- oder Karbidlampe. Ebenso wenig wird er Abfälle wegwerfen, Inschriften an den Wänden hinterlassen oder Tropfsteine abschlagen. Wegen der sehr empfindlichen, vom Aussterben bedrohten Fledermäuse, die um diese Zeit überwintern, sollen Höhlen zwischen dem 15. November und 15. April jeden Jahres nicht betreten werden. So kann jeder einen Beitrag dazu leisten, dass ein Teil der Natur, dem sonst wenig Beachtung geschenkt wird, den kommenden Generationen im Urzustand erhalten bleibt.

Folgende Bücher können aufgrund ihrer inhaltlichen Darstellung sowie ihrer exzellenten Fotos besonders als weiterführende Lektüre empfohlen werden:

Bauer, E. W. (1971): Höhlen. Welt ohne Sonne.- Esslingen (J. F. Schreiber)

Lalou, J.- C. & Wenger, R. (1991): In den Höhlen der Welt.- Lausanne (Mondo)

Tom Sawyers Höhlenabenteuer

Wer hat es nicht mehr im Gedächtnis, das Jugendbuch „Tom Sawyers Abenteuer“ des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain? Hier hast Du die Gelegenheit, Deine Erinnerung aufzufrischen! Was das soll, ein Artikel über ein Jugendbuch in einer renommierten Höhlenzeitschrift, wirst Du vielleicht fragen, falls Du das Buch noch nie gelesen hast. Nun, lasse Dich überraschen!

Anläßlich eines von der Familie Thatcher veranstalteten Picknicks, besucht Tom Sawyer, ebenso wie die anderen Jungen und Mädchen aus der Stadt, die an dem Picknick teilnahmen, eine ausgedehnte Höhle. Wohl eine halbe Stunde konnte man durch den bekannten Teil der Höhle streifen, ohne auf jemanden anderen zu treffen, dennoch stieß man, aus den Nebengängen kommend, immer wieder auf die Hauptgruppe, die lärmend und fröhlich, mit Kerzen in der Hand, durch die Höhle zog. Tom, der ein Auge auf Becky Thatcher geworfen hat, sondert sich mit ihr etwas von den anderen ab…

„Tom und Becky waren durch die finsteren Gänge gewandert und hatten die bekannten Wunder der Höhle betrachtet, die Kathedrale, Aladins Palast, und so weiter. Daraufhin waren sie eine enge gewundene Felsgasse hinunterspaziert und hatten mit hochgehaltenen Kerzen die halb von Spinnweben verdeckten Namen, Daten und Sinnsprüche entziffert. Schließlich merkten sie, dass sie sich in einem Teil der Höhle befanden, dessen Wände keine Inschriften mehr aufwiesen. Da schrieben sie ihre eigenen Namen mit Kerzenruß unter einen Felsvorsprung und spazierten weiter. Bald darauf erreichten sie eine Quelle, deren Wasser so viel Kalk mit sich führte, dass im Laufe der Jahrhunderte sich ein kleiner Niagarafall aus weißem Tropfstein gebildet hatte. Tom zwängte seinen Körper hinter den Tropfstein, um den Wasserfall von hinten zu beleuchten. Dabei fand er heraus, dass von hier aus eine natürliche Treppe in die Tiefe führte. Sofort ergriff ihn das Entdeckerfieber. Auch Becky war gleich Feuer und Flamme. Zur Vorsicht machten sie ein Rußzeichen an die Wand, und traten dann ihre Forschungsreise an. Sie verfolgten diesen Weg bis in die tiefsten Abgründe der Höhle, brachten noch mehrere solcher Zeichen an und waren von dem Wunsche beseelt, Dinge zu entdecken, mit denen sie die Leute in der Oberwelt verblüffen konnten. Irgendwo stießen sie auf eine große Höhle, von deren Wölbung eine Unzahl in allen Farben schimmernder Tropfsteine herunterhingen. Staunend sahen sie sich um und verließen sie dann durch einen engen Gang. Der führte zu einem Springbrunnen, dessen Becken mit einer Schicht phantastisch geformter Kristalle bedeckt war. Er befand sich in der Mitte eines hallenartigen Raumes, dessen Wände von einer Reihe schlanker Tropfsteinsäulen gebildet wurde. Ganze Klumpen Fledermäuse klebten unter der Wölbung. Es mussten Tausende von diesen Tieren sein. Von den Lichtern erschreckt, flatterten sie quickend herunter und stürzten sich auf die Flammen zu. Sofort erkannte Tom die Gefahr. Er zog Becky in den ersten sich auftuenden Gang. Keine Sekunde zu früh! Eine Fledermaus hatte schon mit ihrem Flügel Beckys Licht ausgelöscht. Noch eine kurze Strecke verfolgten die Tiere die beiden, aber Becky und Tom stürzten sich sofort in jeden Gang, der abzweigte, und entgingen so der gefährlichen Situation.“

 

Bald darauf entdeckte Tom einen unterirdischen See, der anscheinend abgrundtief war. Er wollte ihn umwandern, überlegte aber, dass es wohl besser sei, wenn man sich erst ein wenig ausruhe. Jetzt, da die tiefe Stille sich wie ein Tuch über sie legte, griff zum ersten Mal Angst nach dem Herzen der Kinder. Um nicht wieder an den Fledermäusen vorbei zu müssen, beschließen sie einen anderen Weg zu suchen. Dabei verlaufen sie sich dann völlig, und schließlich wird auch Becky klar, dass Toms Zuversicht, den richtigen Weg doch noch zu finden, eigentlich nur gespielt ist.

„Wir sind verloren, Tom. Nie wieder finden wir aus dieser Höhle ´raus! Warum sind wir nur nicht bei den anderen geblieben!‘ Und sie setzte sich auf den Boden und weinte herzzerreißend. Tom schien es, sie könnte den Verstand verlieren. Tröstend setzte er sich neben sie, legte seinen Arm um sie und zog ihr Gesicht an seine Brust, und sie weinte sich aus. Selbst das Weinen gab das Echo zurück, und es klang wie höhnisches Gelächter. Tom bettelte, sie solle doch wieder Mut fassen. Und als sie sagte, das könne sie nicht, fing er an, sich selber anzuklagen, dass er sie in diese fürchterliche Lage gebracht habe. Da sie das hörte, versprach sie, wieder Hoffnung zu fassen. Sie wolle ihm folgen, wohin immer er sie führte … So wanderten sie also ziellos weiter. Was blieb ihnen auch anderes übrig?“

Nach einer Pause, in der Becky ein wenig schlief, und weiterem langen, ziellosen Umherwandern, kommen sie schließlich an eine Quelle, wo sie abermals rasten. Sie essen das Stück Kuchen, das sich Tom beim Picknick eingesteckt hat. Da Becky so gestärkt, nun mit frischem Mut weiter nach einem Ausgang suchen will, eröffnet ihr Tom, dass ihr Vorrat an Kerzen zu Ende gegangen ist.

„Still und nachdenklich saßen sie da. Sie beobachteten den Rest der Kerze, der erbarmungslos kleiner wurde. Schließlich war nur noch ein Zentimeter Docht übrig. Die Flamme wurde kleiner und kleiner, und dann stieg ein kleiner Rauchfaden empor. Das Licht war erloschen. Tiefe Finsternis breitete sich aus.“

„Stunde um Stunde verrann. Wieder stellte sich quälender Hunger ein. Tom teilte den Rest seines Stückchens vom Kuchen, und sie aßen. Sie wurden aber nicht satt, schienen vielmehr hungriger zu werden. Plötzlich rief Tom: ‚Du, Becky, hörst Du nichts?‘ Mit angehaltenem Atem lauschten beide. Ein Ruf drang von weither an ihr Ohr. Tom antwortete sofort und lief dem Laut entgegen, Becky hinter sich herziehend. Sie blieben stehen und lauschten wieder. Und wieder hörten sie den Ton und waren ihm anscheinend näher gekommen. ‚Sie kommen!‘ jubelte Tom. ‚Jetzt wird alles gut‘. Die Freude überwältigte sie fast. Indessen wurde das Vorwärtskommen immer schwieriger, weil es zahlreiche Risse und Spalten im Boden gab. Bald mussten sie anhalten. Ein unüberwindlicher Spalt tat sich vor ihnen auf“.

Tom konnte in der Dunkelheit nicht erfühlen, wie breit und tief er war. So warteten sie eine Weile, aber als sich die Rufe nicht wiederholten, tasteten sie sich entmutigt zur Quelle zurück.

„Die Untätigkeit lastete furchtbar auf Ihnen. Da kam Tom der Gedanke, es sei doch immerhin besser, einige Seitengänge zu untersuchen, als mutlos herumzusitzen. In der Tasche hatte er noch eine Drachenleine. Die befestigte er an einer Felsnase und tastete sich behutsam vorwärts, wobei sich die Leine allmählich abwickelte. Er war noch keine zwanzig Schritte gegangen, als der Gang steil nach unten abfiel. Er versuchte, so weit wie möglich mit der Hand um den Felsen herumzukommen. Da sah er, keine zwanzig Meter entfernt, eine menschliche Hand, die ein Licht hielt. Er stieß ein Triumphgeschrei aus. Als er aber das Gesicht des Menschen sah, erstarrte er. Es war der Indianer-Joe.“ (Wir erinnern uns: Tom hatte die Untaten des Indianer-Joe damals beobachtet, und überraschend vor Gericht gegen ihn ausgesagt. Nur durch einen beherzten Sprung aus dem Fenster war der Bösewicht der gerechten Strafe entgangen.) „Im nächsten Moment war er überrascht, dass Joe sich Hals über Kopf davonmachte, anstatt ihm den Hals abzuschneiden, wegen seiner Aussage vor Gericht. Der Widerhall muss wohl meine Stimme unkenntlich gemacht haben, dachte er. Er nahm seine ganze Kraft zusammen und kehrte zur Quelle zurück. Becky erzählte er nichts von seinem Zusammentreffen. Er sagte nur, er habe es auf gut Glück noch einmal mit einem Ruf versucht. … Nach langem Schlaf schlug er vor einen anderen Gang zu versuchen. Aber Becky war zu schwach. Sie nahm ihm das Versprechen ab, dass er ab und zu zurückkehre, um nach ihr zu sehen. Und wenn dann die Todesstunde gekommen sei, dann solle er ganz nahe bei ihr sitzen und ihre Hand halten. Tom küßte sie zärtlich und hatte dabei ein Gefühl, als müsse er ersticken. Aber er zeigte seine Angst nicht, sondern redete zuversichtlich auf das Mädchen ein. Dann nahm er seine Drachenleine und kroch auf Händen und Füßen davon, von Hunger gequält und von trüben Ahnungen beschwert.“

Doch trotz seiner trüben Ahnungen findet Tom zufällig einen Ausgang aus der Höhle. Er ist wieder einmal der Held des ganzen Städtchens. Seine Dummheit verzeiht man ihm, da man froh ist, ihn wieder gefunden zu haben (Übrigens: Heutzutage sind Versicherungen und Rettungsdienste an ganz andere Aufregungen gewöhnt, nur durch die glückliche Rettung eines Menschleins verzichten die noch lange nicht auf ihr wohlverdientes Bares). Und die ganze Geschichte stimmt genau so, wie sie hier abgedruckt war, denn sie steht auch schwarz auf weiß in: Tom Sawyer Huckleberry Finn, in der deutschen Bearbeitung von Rudolf Herrmann, erschienen im Spectrum Verlag Stuttgart 1976.

Ich habe Euch jetzt über die Höhlenabenteuer von Tom Sawyer berichtet und nun stellt sich für uns als wißbegierige Höfos die Frage: Gibt es die Höhle, in der Tom Sawyer und Becky beinahe ihr frühes Ende fanden, wirklich?

Ein paar Recherchen im Internet ergaben Kontakt zu auskunftswilligen amerikanischen Höfos, so dass sich diese Frage mit einem klaren „Ja!“ beantworten lässt. Jedenfalls gibt es eine Höhle, deren Lage den Beschreibungen in Twains Buch ziemlich genau entspricht. Nahe der Stadt Hannibal, im Osten des Bundesstaates Missouri, in der der Schriftsteller Mark Twain seine Kindheit verbrachte, liegen zwei Höhlen, die heute touristisch erschlossen sind: Die Cameron Cave und die Mark Twain Cave. Beide Höhlen sind – ganz wie die McDougal’s Höhle aus dem Buch – als verwinkelte Labyrinthe entwickelt, in denen sich wohl ein neugieriger Mensch verirren kann. Zwar sind beide Höhlen nicht so feucht und reich versintert, wie jene aus dem Roman, aber man muss diesbezüglich wohl annehmen, dass die künstlerische Freiheit und die verklärten Jugenderinnerungen der Höhle in der Literatur zu einem wesentlich besseren Aussehen verhalfen, als in der Wirklichkeit.

Rußspuren und Werkzeugreste zeigen an, dass schon die indianische Urbevölkerung die Mark Twain Cave kannte und als Zuflucht benutzte. Im Winter 1819/20 entdeckten bei einer Pantherjagd die Brüder Sims als erste Weiße die Höhle und schon kurze Zeit später folgten die ersten Erforscher. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts unternahm ein Zeitgenosse Mark Twains, der am Rande des Wahns wandelnde berühmte Chirurg McDowell (die Ähnlichkeit mit dem von Twain gewählten Phantasienamen für die Höhle, McDougal, ist offensichtlich), den Versuch, den Körper seiner 14- jährigen Tochter in einem mit Alkohol gefüllten Kupferzylinder in dem trockenen Höhlenklima zu mumifizieren. Resultat war, dass das makabere Experiment Horden von Touristen in die Höhle lockte, die mit dem toten Körper allerlei derben Schabernack trieben. Die Metallhaken, mit denen der Zylinder aufgehängt war, wurden noch Jahre später in der Mark Twain Cave gezeigt. Noch einen berüchtigten Mann zog die Höhle an: Am 22. September 1879 verewigte sich Jesse James mit seiner Signatur an der Höhlenwand.

Heute sind die beiden Höhlen Cameron Cave und Mark Twain Cave mit elektrischer Beleuchtung und gemauerten Wegen versehen und seit 1972 als Naturdenkmal geschützt.

In den 1830er Jahren zog die Familie Clemens nach Hannibal, deren Sohn Samuel Langhorne Clemens später unter dem Pseudonym Mark Twain (1835- 1910) schriftstellerischen Weltruhm erlangte. In den 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, dürfte er, wie viele andere Jugendliche aus seiner Stadt, auf Entdeckungsfahrt in die später nach ihm benannte Höhle aufgebrochen sein. Er schrieb in seiner Autobiographie dann auch tatsächlich:

„Ich habe mich selbst in Begleitung einer Dame in ihr verirrt und unsere Kerzen brannten fast vollständig herunter, bevor wir das Licht eines Suchtrupps erspähten, der sich in der Ferne wand.“

Man sieht, dass ganz offensichtlich auch Tom Sawyers Höhlenfahrt einen realen Hintergrund hatte, den Twain später in seinem Roman verarbeitete. Auch der schurkische Indianer-Joe, den wir aus dem Buch kennen und der in der fiktiven Handlung den Hungertod in der Höhle starb, war eine reale Person, sofern wir Twains Biographie Glauben schenken dürfen. Der „echte“ Joe aber überlebte die Irrfahrt in der Höhle, indem er Fledermäuse fing und verzehrte.

Aus Twains Autobiographie ist uns aber überliefert, dass er als Heranwachsender die Höhle oft besuchte, ja dass er sogar seine Mutter mit mitgebrachten Fledermäusen zu erschrecken pflegte.

Jedenfalls ist es heute eine Schauhöhle, die mit dem Namen von Mark Twain ziemlich bekannt geworden ist. An Besucher ist die Höhle schon gewöhnt gewesen, denn das im Buch beschriebene Picknick gründet sich auf zahllose historische Vorlagen, wie es die zahlreichen Rußflecken an den Höhlenwänden heute noch belegen. Twain war übrigens später nochmal dort, denn dem Buch „Adventures in Mark Twain Cave“ von H. Dwight Weaver kann man entnehmen, dass sich Mark Twain, Tom Sawyer und Becky Thatcher in das Besucherbuch eintrugen.

Für die ausführlichen und freundlichen Auskünfte, die diesen Artikel ermöglichten, danke ich herzlich: Blaze Cunningham, John Lyles, Mark Minton, Ethan Scarl, und Jo Schaper sowie der Verwaltung der Mark Twain Cave, die mir den Höhlenplan und einen kleinen Höhlenführer überließ, der demnächst der Vereinsbibliothek einverleibt wird.

Literaturhinweise

Bogart, R.C. (o.J.): A visit to Mark Twain Cave and Mark Twain Country.- Hannibal. [Broschüre der Schauhöhlenverwaltung].

Bretz, J.H. (1956): Caves of Missouri.

Weaver, H.D. & Johnson, P.A. (1980): Missouri, the Cave State.

Die Berichterstattung über die Blautopfbefahrungen im Herbst 1995 und Frühjahr 1996

Nein, hier soll nicht ein weiteres Kapitel einer unendlichen Geschichte geschrieben werden, und es soll auch nicht über geologische Fragen gefachsimpelt werden, die Frage ist vielmehr, wie stellte sich die Höhlenforschung in den letzten Monaten für einen außenstehenden aber interessierten Menschen dar? Welche Eindrücke wurden im Zusammenhang mit der Berichterstattung vermittelt? Und schließlich soll eine Bewertung versucht werden, welchen Nutzen diese ungewohnte Publizität für die Höhlenforschung vielleicht gehabt haben mag.

Dabei beschränkt sich diese kleine Untersuchung auf die Printmedien, versucht da aber ein möglichst breites Spektrum zu erfassen, wie aus der Liste der einbezogenen Artikel im Anhang hervorgeht. Sowohl lokale und regionale, wie auch bundesweit verbreitete Zeitschriften wurden einbezogen. Die Auswahl ist nicht willkürlich.

Im Nachhinein lässt sich die Berichterstattung in 4 Phasen gliedern:

  • Ende November/Anfang Dezember 1995, vor der geplanten ersten Tauchfahrt
  • Ende Dezember 1995, als Hasenmayer „Spuren eines Bachbetts mit scharfkantigem Rand“ entdeckte, die er als Argumente für seine Theorie heranzog.
  • Ende Februar/Anfang März, mit den erneuten Tauchgängen und der deutlichen Dokumentation des schon erwähnten Bachbettes
  • Ende April/Anfang Mai, mit der Berichterstattung über die Kritik an Jochen Hasenmayer

Die Fotos

Überschriften und Fotos sind in Zeitungen stets ein Blickfang, der die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zieht. Daher soll auch hier der erste Blick einmal den Fotos gelten.

Speleonaut wird zu Wasser gelassen 3
Speleonaut im Quelltopf 5
Hasenmayer im Speleonaut 5
Speleonaut in der Werkstatt 3
Hasenmayer und Rampe für den Speleonaut 3
Höhlenplan 8
Bachbett 5

Wenn man sich diese Tabelle mit den häufigsten Bildern anschaut, fällt schnell auf, dass die „technische“ Seite des Unternehmens sehr betont wird. 14 Bilder zeigen technische Vorgänge mit und um den Speleonaut, oder den Speleonaut im freien Wasser. Der andere Teil der Bilder konzentriert sich auf die „geologischen“ Aspekte des Themas, den Höhlenplan, oder das für die Argumentation benutzte Bachbett.

Das vermutete Thermalwasserreservoir

Ein meines Erachtens nach wichtiger Punkt für die Höhlenforschung ist, dass in Presseberichten auch deutlich wird, dass trotz der Abenteuerlichkeit der Unternehmungen und dem touristischen Interesse an der Schönheit der Höhlen, zumeist auch ein wissenschaftliches Interesse gegeben ist, dass der Befahrung ein tieferer Zweck zugrunde liegt. Wie immer man auch zur Theorie Hasenmayers stehen mag, so muß man doch zugeben, dass die Befahrungen zum Zwecke der Untermauerung seiner Theorie mit Argumenten und Indizien unternommen werden. dass eventuell auch manchmal ein wirtschaftlicher Aspekt eine Rolle spielt, und manche Aktionen vielleicht mit mehr spektakulärem Aufwand als nötig betrieben werden, ist „mittlerweile ein durchaus legitimes und übliches Mittel die Forschungskasse aufzubessern“1 .Wie dem auch sei, Hasenmayers Vision einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung Süddeutschlands scheint einigen Aufwand zu rechtfertigen. Wird dieses, von Hasenmayer angenommene mögliche positive Ergebnis seiner Forschungen aber auch in den Presseberichten aufgegriffen?

Alter der Höhle 13
Energie für Süddeutschland 16
davon im 1. Drittel des Artikels 6
davon im 2. Drittel des Artikels 3
davon im letzten Drittel des Artikels 6
ganzer Artikel bezieht sich darauf 1
Zitat „Riesenrummel um nichts.“ 3
Hasenmayer ist Laie und spekuliert (sinngemäß) 4

Wie die Tabelle zeigt, wird das Thema häufig aufgegriffen, während kritische Stimmen, hauptsächlich des Geologischen Landesamtes Baden-Württemberg, wenig zu Wort kommen, und wenn, dann stets nur als zweiter Blick auf das Thema. Auch die Plazierung im Artikel ist günstig, haben Untersuchungen doch gezeigt, dass, wenn der Artikel nicht vollständig gelesen wird, Anfang und Ende eines Artikels häufiger gelesen werden als der Mittelteil. Den Lesern müßte dieser wissenschaftliche Aspekt der Befahrungen also eigentlich aufgefallen sein.

Ein Punkt, der in den Presseberichten oft nicht deutlich wurde, geht auch aus der Tabelle nicht hervor. Zwar wurde wiederholt über die Diskussion um das Alter der Höhle berichtet, aber die Verbindung zwischen diesem Punkt und den möglichen Energiereserven wurde meist nicht richtig hergestellt. Viele Artikel erwähnen entweder den einen oder den anderen Punkt, oder beide, aber ohne den Zusammenhang zu erklären. Dabei ist dieser Zusammenhang höchst bedeutsam. Ein Vertreter des Geologischen Landesamtes formulierte das so: „Ein Beweis für riesige Thermalwasservorkommen unter der Molasse im Alpenvorland oder für ein erheblich höheres Alter der Verkarstung der dortigen Oberjura-Gesteine (nämlich unter der Molasse im nördlichen Alpenvorland) ist schwer zu erbringen.“2Die Annahme Hasenmayers, dass sich die Blauhöhle bis zu den von ihm unter der Molasse vermuteten Systemen erstreckt, fußt aber darauf, dass beide zur gleichen Zeit verkarstet sind: „Im Gegensatz zur geologischen Lehrmeinung diagnostiziert Hasenmayer, gestützt auf seine karsttheoretischen Arbeiten, ein mindestens 25 Millionen Jahre altes Höhlensystem, das die gesamte Alb untertunnelt und nach Süden weiterlauft bis unter den „Fuß“ der Alpen. In den bis zu mehreren tausend Meter tief abgesunkenen Juraschichten erstreckt sich, von der Erdwärme aufgeheizt, ein Heißwasser- Höhlennetz über eine Fläche von 25000 bis 30000 Quadratkilometern“3

Vergleich Focus – Spiegel

Die beiden großen deutschen Nachrichtenmagazine ließen es sich nicht nehmen, über die neuerlichen Befahrungen der Blauhöhle zu berichten. Da diese beiden Artikel vielleicht das größte Publikum erreichten, soll auf sie hier noch etwas näher eingegangen werden, was besonders dadurch interessant wird, dass schon in der Überschrift die Unterschiede deutlich werden: „Trübe Wasser“ titelte der Spiegel, während Focus unter „Auf den Grund gegangen“ Hasenmayer selbst zu Wort kommen ließ.

Im Focus beschreibt Hasenmayer in einer Mischung aus Erlebnisbericht und Wissenschaftsjournalismus seinen Tauchgang in den Blautopf und anschließend seine Theorie in Kurzform. Eine Konstruktionszeichnung des Speleonaut und ausführliche Beschreibung der Sicherheitssysteme nehmen dem Erlebnisbericht ein wenig den Touch des abenteuerlichen. Das Foto vom Bachbett wird als lang gesuchter „Altersbeweis“ präsentiert.

Anders dagegen im Spiegel. Das bekannte Faible der dortigen Autoren für griffige Formulierungen nimmt es mit den Fachtermini nicht so genau: Wassergrotten, Kavernen, Süßwasser- Orkus, Felsschlauch, Uterus der Erdmutter sind nur einige der zahlreichen Variationen und auch der Höhlentaucher selbst muß nicht immer als solcher bezeichnet werden: Bebrillter Thermalsucher, Süßwasser- Akrobat und Hohlraum- Experte scheinen dem Spiegel angemessene Synonyme zu sein. Der Unterschied wird auch deutlich, wenn man sieht, dass im Focus im Anschluß an Hasenmayers eigenen Artikel ein Interview mit einem Geologen der Universität Tübingen abgedruckt ist, der meint, „die These von Herrn Hasenmayer ist durchaus denkbar und keinesfalls völlig abwegig“, während im Spiegel Herr Storch vom Geologischen Landesamt deutlicher wird: „von Geologie hat er aber keine Ahnung“.

Wie bewerte ich nun die beiden Artikel? In meinen Augen haben beide negative Seiten: Während im Focus durch die etwas oberflächliche Art der Argumentation Widerspruch leicht gemacht wird, und so zu schnell das Bild der fleißigen, aber intellektuell etwas beschränkten Autodidakten entsteht, die aufgrund irgendwelcher Hirngespinste durch Schlamm und Wasser kriechen, gibt der Spiegel durch pejorative Formulierungen die ganze Zunft der Höhlenforscher der Lächerlichkeit preis, das Ergebnis bleibt das selbe: Höhlenforscher werden nicht als kompetent in Höhlenfragen gesehen und daher auch nicht zu Rate gezogen, wenn Entscheidungen gefällt werden.

Während meiner Ansicht nach also die Artikel in diesen beiden großen Zeitschriften wenig förderlich waren, so muß doch gesagt werden, dass die Berichterstattung in den regionalen und lokalen Zeitungen recht umfangreich und auch recht fundiert war. Dazu haben sicher nicht zuletzt Verbandsmitglieder beigetragen, die als freie Mitarbeiter das Material lieferten. In diesem Zusammenhang muß ich mich vielleicht auch noch bei Herrn Rahnefeld entschuldigen, da ich in einem anderen Beitrag in Mitteilungen des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher einen Artikel von ihm negativ erwähnte, wobei ich aber nun zugeben muß, dass dieses Beispiel schlecht gewählt war und nicht im richtigen Zusammenhang stand.

Mein Beitrag zur Diskussion soll der Anstoß sein, nun, da die Höhlenforschung durch die Blautopfbefahrungen einen gewissen Nachrichtenwert erhalten hat, diese Situation zu nutzen und fundierte Stellungnahmen besonders zu anderen, für die Höhlenforschung relevanter Themen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Abschließend soll hier auch noch einmal die Pressemitteilung des Verbandes „Zum Thema Höhlentauchen und den Theorien von Jochen Hasenmayer“ abgedruckt werden, als Information aber auch als Leitlinie und Grundlage zur weiteren Diskussion.

Pressemitteilung

"Höhlentauchen gehört zu den schwierigsten Fachrichtungen der praktischen Höhlenforschung. Die Erforschung von Unterwasserhöhlen erfordert sehr viel Erfahrung und ein hohes Maß an Disziplin - ein Umstand, den sich viele ahnungslose Sporttaucher, die neuerdings in Unterwasserhöhlen drängen, nicht vor Augen führen. Jährlich verunglücken zahlreiche dieser unerfahrenen Sporttaucher in Höhlen. Jochen Hasenmayer hat mit seinen umsichtig und gut geplanten Unternehmungen auch internationale Maßstäbe gesetzt. Zudem zeichnet sich Hasenmayers Arbeit dadurch aus, dass er seine Entdeckungen in einen größeren theoretischen Rahmen stellt. Dies unterscheidet den Forscher vom Sportler. Es kann daher nicht im Sinne der deutschen Höhlenforscher sein, wenn Jochen Hasenmayer auf eine Stufe mit kriminellen Beweisfälschern wie Kujau - dem Fälscher der Hitler- Tagebücher - gestellt wird, wie dies neulich in einer privat gemachten Aussage des Geologen Bernd Krauthausen gegenüber der Presse geschehen ist.

Es wäre jedoch andererseits zu wünschen, dass die bisher nur mündlich vorgetragenen Theorien von Jochen Hasenmayer schnellstmöglich publiziert werden. Da es wissenschaftlicher Gepflogenheit entspricht, Forschungsergebnisse auch für andere Fachleute nachprüfbar zu machen, ist es weiterhin erforderlich, dass der Blautopf für andere qualifizierte, dem Verband angeschlossene Höhlentaucher zugänglich wird. Hier ist an die zuständigen Behörden zu appellieren, durch verantwortungsbewusstes Verhalten der augenblicklichen Kontroverse entgegenzuwirken.

Ein Beweis für riesige Thermalwasservorkommen unter der Voralpenmolasse oder für ein erheblich höheres Alter der Verkarstung der Schwäbischen Alb ist schwer zu erbringen. Es ist daher an der Zeit, weitere empirische Daten zu sammeln und diese in vertrauensvoller und unvoreingenommener Diskussion, z.B. mit den Fachleuten des Geologischen Landesamtes Baden-Württemberg, Stück für Stück zu einem neuen Wissensbild zusammenzutragen.

Eine neue Höhlentauchergeneration ist inzwischen dabei, Daten für eine unabhängige Neubeurteilung zu sammeln. Längst liegt hinter dem Blautopf nicht mehr die größte Wasserhöhle der Schwäbischen Alb. Mit mehr als 5 km erforschten Gängen ist dies eine Quellhöhle im oberen Donautal. Ihre systematische höhlenkundliche Dokumentation - übrigens von den Höhlentauchern ehrenamtlich in ihrer Freizeit erbracht - wird weitere wesentliche Erkenntnisse zu den o.ä. Fragestellungen liefern.

Um die Ausbildung und Zusammenarbeit zu gewährleisten, haben sich die deutschen Höhlentaucher im "Speläo-Aquanauten-Team" (SAT) zusammengeschlossen, einer Arbeitsgemeinschaft, die dem Verband angegliedert ist."

Fußnoten:

  1. Grimminger, Ralf: Exklusives aus den Höhlen, in: Südwest Presse Ulm, 16.12.1995, S. 29
  2. PD. Dr. D.H. Storch, in einem Brief an den Verbandsvorsitzenden vom 17.5.1995
  3. Hasenmayer, Jochen: Die heiße Spur im kalten Blautopf, in: Sonderdruck aus „Baden-Württemberg“ Heft 4/1986, S. 3-4

Untersuchte Artikel

Brueggen, Claudia: Es gibt noch ein zweites Labyrinth, in: Bild (Stuttgart) 27.2. 1996

Efler, Marcus: „Die These ist durchaus denkbar“, in Focus Heft 13/1996, S. 172

Hasenmayer, Jochen: Auf den Grund gegangen, in: Focus Heft 13/1996, S. 168-172

Kammgarn, Betina: Faszination Blautopf: Mit dem Mini-U-Boot ins Höhlenlabyrinth, in: Schwäbische Zeitung, 30.12. 1995

Kuehn, Dieter: Hasenmayer sucht Beweis für seine Theorie in der Tiefe, in Südwest Presse, 4.3.1996

Kurz, Tanja: Das Geheimnis des Blautopfs, in: Stuttgarter Nachrichten, 5.3.1996

N.N.: Taucherpech: Blautopf- Fotos verwackelt, in: Rems-Zeitung, 27.2. 1996

N.N.: Hasenmayer wieder im Blautopf unterwegs, in Rems-Zeitung, 27.2. 1996

N.N.: Hasenmayer nach Blautopffahrt: Beweis liegt auf dem Tisch, in: Reutlinger Generalanzeiger, 5.3.1996

N.N.: Hasenmayer ist sich sicher: Höhlen älter als angenommen, in: Geislinger Zeitung, 5.3.1996

N.N.: Blautopf-Fahrten für die Katz?, in: Reutlinger Generalanzeiger, 7.3.1996

N.N.: Hasenmayer erinnert den Wissenschaftler an von Däniken und Kujau, in: Schwäbische Zeitung, 22.3.1996

N.N.: Trübe Wasser, in: Der Spiegel, Heft 10/1996, S. 215-216

Rahnefeld, Michael: Höhlenforscher taucht ab, in: Schwarzwälder Bote, 24.4. 1996

N.N.: Höhlenfreunde kritisieren Hasenmayer: Schwäbische Zeitung, 26.4.1996

Rahnefeld, Michael: Verbandskritik an Hasenmayer, in Geislinger Zeitung, 29.4. 1996

Rahnefeld, Michael: Taucher Hasenmayer in der Kritik, in: Stuttgarter Nachrichten, 30.4.1996

Rahnefeld, Michael: Heftige Kritik an Hasenmayer, in Reutlinger Generalanzeiger, 2.5.1996

Rumbaur, Konrad: Höhlensucher Hasenmayer mit U-Boot abgetaucht, in: Stuttgarter Nachrichten, 26.2.1996

Rumbaur, Konrad: Höhlenforscher Hasenmayer machte vier Tauchgänge, in: Gmünder Tagespost, 26.2. 1996