Ride the Lightning

Weihnachtshöhle

Trotz dürftiger Wetterprognose kommt eine außergewöhnlich kampfstarke Truppe von sechs Höfos zusammen, um mal wieder etwas in der Weihnachtshöhle zu bewegen. Die letzte Grabung, über die es keinen Blogpost gibt, war schließlich schon am 22.05. So sieht man heute einen Höfo mit ein paar Holzbalken auf den Schultern durch den Wald Richtung Höhle hüpfen, die übrigen fünf Heinzelmännchen und -Weibchen hintendrein trottend.

Dort angekommen, schlazen wir uns an und begaffen den Felsbrocken, für dessen Abstützung wir nämliche Holzbalken mitgebracht haben. Fazit der meditativen Betrachtung: Das Steinchen ist so fest mit der Wand verbunden, dass man nichts abzustützen braucht.

Wir buddeln am Ende der Höhle, wo man schon seit dem vorletzten mal ein zackiges Gangprofil unter einer horizontalen, sehr engen Spalte sieht. Es geht gut voran im relativ lockeren Boden, der aus stark sandigem Lehm besteht. Immer wieder tauchen Sinterbruchstücke im Sediment auf. Noch interessanter ist eine Brekkzie, in die zahlreiche Bohnerzkonkretionen eingebettet sind. Auch davon tauchen viele Stücke auf, die durch ihr geringes Gewicht sofort auffallen. Eine für Sedimentpetrologen spannende Höhle und von den aktuell laufenden Untersuchungen einiger Bodenproben versprechen wir uns viel! – Da wir so viele Personen sind, kann auch eine bequeme Eimerkette eingerichtet werden, um den Dreck in rascher Schlagzahl nach draußen zu verfrachten.

Während wir noch wühlen, zieht ein Gewitter auf und es fängt an zu regnen. Erst hält das Laubdach den Regen noch ab, doch bald suppt es bis zum Fuße der Bäume durch. Wir kuscheln uns in der Höhle zusammen und reißen unsere Witze. Leider sind die beiden am weitesten vorne positionierten Höfos immer noch dem Regen bzw. dem Spritzwasser ausgesetzt, so dass wir beschließen, die Aktion vorzeitig abzubrechen.

Während es immer noch donnert, schnappen wir unsere Sachen und spurten zu einer nahe gelegenen Forsthütte. Dort ziehen wir uns um und wandern zu den treu im Regen wartenden Automobilen zurück.

Aber: Wir kommen wieder!

Ein Gedanke zu „Ride the Lightning“

  1. meine ersten Betrachtungen der Proben : die eingelagerten schwarzen Kügelchen in den brekzienartigen Sinterbrocken sind ferromagnetisch! der kleine Zapfen ist im Querschnitt strahlig zentriert ausgebildet, nicht wirklich typisch für einen Stalaktit, oder?

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